Potenzialstudie Windenergie

Windenergie-Potenzialstudie für Friesoythe

Vier potenzielle Flächen für neue Windräder

Das Büro für Stadtplanungen aus Oldenburg hat dem Planungs- und Umweltausschuss von Friesoythe die Potenzialstudie für weitere Windenergieflächen vorgestellt. Eine neue Fläche könnte bei Thülen entstehen.
Friesoythe Gibt es auf dem Gebiet der Stadt Friesoythe noch Potenzial für weitere Windkraftanlagen? Mit dieser Fragen beschäftigt sich seit mehreren Jahren bereits das Büro für Stadtplanungen aus Oldenburg. Der Friesoyther Stadtrat hatte bereits in seiner Sitzung am 29. April 2019 beschlossen, dass die im Jahr 2012 erstellte Windenergie-Potenzialstudie aktualisiert werden sollte, um dann mit dieser Grundlage weitere Windenergieflächen auszuweisen.
Werner Gieselmann, Geschäftsführer des Oldenburger Büros, stellte die neue Potenzialstudie am Mittwochabend dem Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Friesoythe vor. „In unserer Studie haben wir zwischen harten und weichen Tabukriterien unterschieden“, berichtete Gieselmann. Ein hartes Tabukriterium ist zum Beispiel, dass Windenergieanlagen nicht in Wohngebieten errichtet werden dürfen. Weiche Tabukriterien schließen Flächen aus, die nach den planerischen Zielen der Stadt nicht für den Bau von Windenergieanlagen vorgesehen werden sollen. Auf diesen Flächen könnte eine Windenergienutzung aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen möglich sein.Ein erstes Ergebnis der Studie, das auch die Verwaltung teilt: Auf dem Stadtgebiet Friesoythe bleiben nur noch vier Flächen für die Entwicklung von Sonderbauflächen für Windkraftanlagen über: eine Fläche als Erweiterung des bestehenden Windparks Gehlenberg, eine Fläche am Windpark in Thüle, ein weiteres Gebiet in Thüle sowie eine Erweiterung im Windpark Heinfelde. Diese neue Flächen würden in den niedersächsischen Windenergieerlass aus 2016 passen. Da heißt es: „Bis 2050 sollen mindestens 20 Gigawatt Leistung in Niedersachsen onshore installiert werden“.