Neue Kutschen im Museum

Aus einer Kutsche werden zwei

KULTURZENTRUM – Dorfgemeinschaft freut sich über zwei neue historische Stücke

Tischlermeister Hans Deeken (v.l.) stiftete die Viktoria-Kutsche, Hans Luker reparierte  sie. BILD: Anni Knipper

Tischlermeister Hans Deeken (v.l.) stiftete die Viktoria-Kutsche, Hans Luker reparierte sie. BILD: Anni Knipper

GEHLENBERG. Zwei neue Schmuckstücke wird es bald im Kulturzentrum Mühlenberg in Gehlenberg geben. Hans Luker hat im Laufe des Winters regelmäßig daran gearbeitet, die beiden Kutschen zu restaurieren. Unterstützt wurde er bei den Holzarbeiten von Wilhelm Funke.

Eine mehr als 100 Jahre alte Viktoria-Kutsche wurde der Dorfgemeinschaft Gehlenberg e.V. vom Tischlermeister Hans Deeken und seinem Schwager Bernd gestiftet und war bereits zerlegt worden. Hans Luker setzte sie wieder zusammen, nachdem er Unterboden und Untergestell repariert hatte. Die Holzarbeiten übernahm Wilhelm Funke. Die Räder wurden von Luker mehrfach gestrichen und die Polster nachgearbeitet.

Die zweite Kutsche, ein Landauer, stammt vom Hof Behnen/Wienken an der Gehlenberger Hauptstraße und wurde vor vielen Jahren von dem gebürtigen Gehlenberger Gerd Steenken, Heetberg, erworben. Die Entlohnung für Familie Behnen war damals ein halber Ackerwagen voll Torf. Steenken schenkte die Kutsche nun der Dorfgemeinschaft. Luker hat in mühevoller Kleinarbeit mit großer Geduld das Unterfahrgestell zunächst in Einzelteile zerlegt, komplett entrostet und mit Rostschutz versehen. Dann wurde alles lackiert und wieder zusammengebaut. Das Verdeck war ein schwieriger Fall, da es ziemlich reparaturbedürftig war. Es wurde deshalb zu Hans Deeken in die Werkstatt gebracht.

Dort sah es der Schwager des Tischlermeisters und bot an, seine Viktoria-Kutsche zu stiften, die in einem besseren Zustand war. So hatte die Dorfgemeinschaft plötzlich zwei Kutschen, denn das marode Verdeck des Landauers will Deeken in seiner Werkstatt dennoch reparieren.