Seniorenzentrum St. Catharina

Altenheim mit einer Besonderheit

PFLEGE – Seniorenzentrum St. Catharina in Gehlenberg verbindet zwei Bistümer

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Schauen optimistisch nach vorn (von links): Heinz Winkler, Nicole Sibum (beide Kirchenvorstand), Kerstin Cordes (Pflegedienst Hümmling), Doris Meyer (Sozialstation St. Marien), Birgit Gebken (Einrichtungsleiterin) und Dr. Beate Schulte (Caritas St. Martinus Pflege GmbH). BILD: Carsten Bickschlag

GEHLENBERG. (BIC) Die Lage des Seniorenzentrums St. Catharina in Gehlenberg ist wirklich schön. Das dreigeschossige Gebäude ist umgeben von großen Bäumen, quasi im Garten befindet sich der großzügige Dorfpark und vor der Tür auf der anderen Straßenseite steht die Kirche St. Prosper. Nach jahrelangen Planungen und Vorbereitungen des 2,2 Millionen Euro teuren Projektes konnte die Kirchengemeinde als Bauherrin und Initiatorin das Gebäude vor rund einem Jahr an die Betreiber übergeben.

Dabei wurde vor allem auf die besondere Konstellation Rücksicht genommen, dass die Kirchengemeinde Gehlenberg zum Bistum Osnabrück, der Ort aber politisch zur Stadt Friesoythe, die im Bistum Münster liegt, gehört.

Um beides zu vereinen, wurde der sehr seltene bis einmalige Vorstoß unternommen, das Seniorenzentrum von Einrichtungen beider Bistümer betreiben zu lassen, der Caritas St. Martinus Pflege GmbH und der Sozialstation des St. Marienstiftes Friesoythe. Und das klappe hervorragend, heißt es seitens der beiden Betreiber. „Wir bereichern uns gegenseitig“, sagt etwa Dr. Beate Schulte, Geschäftsführerin der Caritas St. Martinus Pflege GmbH.

Drei Bereiche

Das Seniorenzentrum ist in drei Bereiche gegliedert. In der Tagespflege, die sich im Erdgeschoss befindet, gibt es insgesamt 18 Plätze. Derzeit werden dort von Montag bis Mittwoch und am Freitag Seniorinnen und Senioren von 8 bis 18 Uhr betreut. Geplant ist zudem, einmal im Monat einen Samstag und/oder Sonntag ins Angebot aufzunehmen. Die Tagespflege soll die häusliche Versorgung ergänzen und die pflegenden Angehörige tageweise entlasten. „Hier sind auch noch einige Plätze frei“, sagt Einrichtungsleiterin Birgit Gebken.

Im ersten Stock gibt es eine ambulante Wohngemeinschaft. Hier können zwölf ältere Menschen zusammenleben und ihren Alltag gemeinsam oder individuell bis zum Lebensende selbst bestimmen.

Je nach Bedarf können Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden. Auch hier sind noch Plätze frei. Im zweiten Geschoss sind fünf Wohnungen mit Größen zwischen 50 und 60 Quadratmetern für ein betreutes Wohnen eingerichtet. Diese Wohnungen sind bereits alle vermietet.

Gut angelaufen

Insgesamt sei man mit dem Start der Einrichtung ganz zufrieden. „Es ist gut angelaufen“, sagte Doris Meyer von der Sozialstation St. Marien. „Corona hat alles aber weit zurückgeworfen“, gibt Heinz Winkler vom Kirchenvorstand zu bedenken.

Viele ältere Leute hätten aufgrund der strengen Corona-Regeln nicht in ein Heim gewollt. Jetzt stelle sich die Situation deutlich entspannter dar und „jetzt schauen wir voller Zuversicht nach vorne“, so Winkler.