Bernd Jansen verstorben

Gehlenberg Bernd Jansen ist nach langer Krankheit am vergangenen Wochenende im Alter von 78 Jahren gestorben. Er war in Gehlenberg und bei vielen ehemaligen Gehlenbergern bestens bekannt und in guter Erinnerung. Jährlich bekamen seine unzähligen Bekannten einen Geburtstagsgruß von ihm, egal ob sie in Gehlenberg, Neuvrees, Berlin oder Köln wohnten. Viele Gehlenberger besuchte er auch anlässlich des Geburtstags oder anderer Feierlichkeiten – und er war immer ein gerngesehener Gast.

Sein größtes Hobby war das Fotografieren und oftmals verschickte er die Bilder an seinen großen Freundes- und Bekanntenkreis. Sehr wichtig war ihm auch die Familie, seine Geschwister, Nichten, Neffen und deren Familien. Treue Begleiter waren ihm seine Hunde.

Viele Jahre engagierte er sich in der Kolpingfamilie im Vorstand, als Messdiener und als Fahnenträger. Auch beim Singekreis war er bei jeder Veranstaltung dabei. Als Ruprecht im Nikolausverein wurde er nicht immer sofort erkannt, doch der Verein konnte stets auf ihn zählen. Für zahlreiche Betriebsfeiern mit Nikolausbesuch wurde er als Ruprecht engagiert. Er organisierte auch alle Klassentreffen seines Jahrgangs.

Für seine hilfsbereiten Dienste für die Bevölkerung war er deshalb ständig im Einsatz und täglich mehrmals mit dem Fahrrad im Dorf unterwegs.

Da seine Gesundheit in den letzten Jahren nachließ, war er nicht mehr im Ort präsent, doch er bleibt stets unvergessen. Der Abschied findet im engsten Familienkreis statt.

Neue App für Gehlenberg

Mit der App Gehlenberg digital erfahren

Im Rahmen der „Sozialen Dorfentwicklung Friesoythe-Süd“ macht das Dorf weitere Fortschritte. Mit der neuen „Handy-App“ können sich Nutzer über die Ortsgeschichte und den Tourismus informieren.

Ab sofort auch im Internet übers Handy zu finden: (von links) Hans Meyer, Andreas Tallen und Anni Knipper freuen sich über das neu erstellte Angebot der "Gehlenberg-App". Foto: Funke

Ab sofort auch im Internet übers Handy zu finden: (von links) Hans Meyer, Andreas Tallen und Anni Knipper freuen sich über das neu erstellte Angebot der „Gehlenberg-App“. Foto: Funke

Die „Soziale Dorfentwicklung Friesoythe-Süd“ macht in Gehlenberg weitere Fortschritte. Nachdem ein Bauerngarten und mehrere Blühwiesen im gesamten Ortsgebiet angelegt worden sind, ist jetzt ein weiterer Baustein realisiert worden. Andreas Tallen hat die neue Gehlenberg-App installiert, mit der nun jeder Interessent direkt auf die Homepage zugreifen kann.

Das funktioniert wie folgt: Wer im Handybrowser www.gehlenborg.de eingibt, kommt zunächst auf die Homepage der Ortschaft. Dort erscheint ein kleiner Balken mit dem Text: „Gehlenberg App zum Startbildschirm hinzufügen“. Klickt man auf den Banner, erscheint das Gehlenberg Zeichen auf dem Handy-Display, mit dem sich die Gehlenberg-Seite als App starten lässt. Zudem gibt es die Möglichkeit Push-Nachrichten zu empfangen. Das heißt: Sobald man auf das Zeichen auf dem Bildschirm geklickt hat, werden Neuigkeiten angezeigt.

Neue Beiträge auf der Homepage können per Push-Benachrichtigung empfangen werden

Auch hierzu wird man vom Handy-Betriebssystem befragt. Stimmt man der Nutzung zu, so ist es möglich, die neuen Beiträge der Homepage als Push-Nachrichten zu empfangen. Die Homepage wurde ebenfalls von dem Hobby-Informatiker Andreas Tallen umfassend überarbeitet und informiert den Nutzer über die Ortsgeschichte, das touristische Konzept und das Kulturzentrum mit der Mühle. Außerdem gibt es Infos zur alten Schule, dem Haus des „Pinsel-Ollich“, der Klutenhütte, dem Ringofen für die Ziegelherstellung, der Wagenremise, der neuen Schmiede und dem Emblem aus Pflanzen. Auch das Sägerei- und das Heimatmuseum werden beschrieben und durch zahlreiche Bilder werden die Objekte dem Betrachter vorgestellt.

Im Veranstaltungskalender sind die jährlichen Aktivitäten der Vereine, Gruppen, Kirche und weiterer Organisationen aufgeführt und unter der Rubrik „Aktuelles“ werden die neuesten Meldungen und Zeitungsberichte angeboten. Diese werden zeitnah von Hans Meyer eingepflegt.

Homepage wird parallel weiter optimiert und neue Funktionen sollen folgen

Die Auflistung der zahlreichen Vereine sowie einige Bilder in der Bildergalerie dokumentieren das rege Vereinsleben. Hier wird vor allem auch an die große 225-Jahrfeier aus dem Jahr 2013 erinnert, und die 72-Stunden-Aktion der Landjugend, der Besuch der Grünen Woche in Berlin, das tolle „Fest der Nationen“ vor 2 Jahren und viele andere Aktivitäten werden in Bildern wieder lebendig. Gebäude und Plätze im Ort, Bauerngarten, Blühwiese und Schmiede, das Aufstellen von Storchennestern und der „Peiterbült“ sind ebenfalls in Bildern festgehalten.

Die neue Homepage ist zwar zum großen Teil überarbeitet, es werden aber weitere Optimierungen in der Gestaltung und Funktion folgen. Inhaltliche Verbesserungen und Ergänzungsvorschläge können gern über das Kontaktformular unter der Rubrik „Bürger und Leben“ eingereicht werden.

Neue Kutschen im Museum

Aus einer Kutsche werden zwei

KULTURZENTRUM – Dorfgemeinschaft freut sich über zwei neue historische Stücke

Tischlermeister Hans Deeken (v.l.) stiftete die Viktoria-Kutsche, Hans Luker reparierte  sie. BILD: Anni Knipper

Tischlermeister Hans Deeken (v.l.) stiftete die Viktoria-Kutsche, Hans Luker reparierte sie. BILD: Anni Knipper

GEHLENBERG. Zwei neue Schmuckstücke wird es bald im Kulturzentrum Mühlenberg in Gehlenberg geben. Hans Luker hat im Laufe des Winters regelmäßig daran gearbeitet, die beiden Kutschen zu restaurieren. Unterstützt wurde er bei den Holzarbeiten von Wilhelm Funke.

Eine mehr als 100 Jahre alte Viktoria-Kutsche wurde der Dorfgemeinschaft Gehlenberg e.V. vom Tischlermeister Hans Deeken und seinem Schwager Bernd gestiftet und war bereits zerlegt worden. Hans Luker setzte sie wieder zusammen, nachdem er Unterboden und Untergestell repariert hatte. Die Holzarbeiten übernahm Wilhelm Funke. Die Räder wurden von Luker mehrfach gestrichen und die Polster nachgearbeitet.

Die zweite Kutsche, ein Landauer, stammt vom Hof Behnen/Wienken an der Gehlenberger Hauptstraße und wurde vor vielen Jahren von dem gebürtigen Gehlenberger Gerd Steenken, Heetberg, erworben. Die Entlohnung für Familie Behnen war damals ein halber Ackerwagen voll Torf. Steenken schenkte die Kutsche nun der Dorfgemeinschaft. Luker hat in mühevoller Kleinarbeit mit großer Geduld das Unterfahrgestell zunächst in Einzelteile zerlegt, komplett entrostet und mit Rostschutz versehen. Dann wurde alles lackiert und wieder zusammengebaut. Das Verdeck war ein schwieriger Fall, da es ziemlich reparaturbedürftig war. Es wurde deshalb zu Hans Deeken in die Werkstatt gebracht.

Dort sah es der Schwager des Tischlermeisters und bot an, seine Viktoria-Kutsche zu stiften, die in einem besseren Zustand war. So hatte die Dorfgemeinschaft plötzlich zwei Kutschen, denn das marode Verdeck des Landauers will Deeken in seiner Werkstatt dennoch reparieren.

Göpel instand gesetzt

Was ist eigentlich ein Göpel?

Die Geräte und Maschinen im Kulturzentrum Mühlenberg müssen ständig instand gehalten werden. Jetzt war der Göpel auf dem Außengelände reparaturbedürftig. Hans Meyer (l.) und Wilhelm Olliges von der Dorfgemeinschaft erneuerten die nach Jahren durch Witterungseinflüsse morsch gewordenen Antriebsbalken. Bis etwa 1930 wurden Göpel dieser Art auch in Gehlenberg in der Landwirtschaft zum Antrieb von landwirtschaftlichen Maschinen verwendet. Vorwiegend für Dreschmaschinen (Spitzmühlen) wurden sie von hiesigen Bauern eingesetzt, so Heimatvereinsvorsitzender Olliges. Meistens sorgten Pferde für den Antrieb. BILD: Anni Knipper

Sägerei am Mühlenberg

Gehlenberg Über die neueste Errungenschaft des Sägereimuseums in Gehlenberg freuen sich die Dorfgemeinschaft und der Heimatverein ganz besonders. Eine historische Bandsäge der Maschinenfabrik Friedrich Howe, Burgsteinfurt, die etwa Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, stammt aus einem ehemaligen Friesoyther Bauunternehmen und wurde jetzt vom Bauunternehmen Hanekamp, Gehlenberg, gestiftet.

Nachdem das Schmiedegebäude fertiggestellt worden ist und alle Geräte nun in dem neuen Gebäude untergebracht sind, ist in der ehemaligen Sägerei des Wilhelm Schute Platz für weitere Sägen und Holzbearbeitungsmaschinen. Damit kommen die beiden Vereine ihrem Ziel einer historischen Sägerei am ursprünglichen Standort immer näher. Schute hatte dort bis 1967 eine Sägerei betrieben. Die Dorfgemeinschaft bemüht sich deshalb um weitere Geräte, die das Museum vervollständigen.

Formatkreissäge fehlt

Sieben historische Maschinen ergänzen jetzt die Ausstellung: zwei große Bandsägen, zwei Fräsen, ein Bandschleifer, ein Abrichthobel und ein Dickenhobel. Eine Formatkreissäge soll noch in nächster Zeit angeschafft werden.

Da alle Maschinen wieder funktionstüchtig sind, könne der gesamte Prozess einer historischen Sägerei ablaufen, von der Anlieferung des Baumstammes bis zur Schleif- und Drechselarbeit am fertigen Werkstück, sagt Hans Meyer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Ein alter Holzkran und Schienen können den Stamm direkt in die Horizontalgattersäge von 1905 transportieren. Auch haben die Mitglieder der Dorfgemeinschaft Schienen freigelegt, die zu der großen Unterflurkreissäge führen. Das genaue Alter der Säge sei nicht bekannt, denn Schute werde sie wohl zu Betriebsbeginn 1946 gebraucht gekauft haben, meint Wilhelm Olliges, Vorsitzender des Heimatvereines.

Förderung beantragen

Weitere Stücke wie die Holzfräse von 1950 oder der Dickenhobel konnten gebraucht erworben werden. Alle Maschinen werden bei Führungen vorgeführt.

Mit dem erweiterten Sägereimuseum wollen die Vereine nochmals eine institutionelle Förderung beim Landkreis beantragen. 2020 wurde ein Antrag durch die CDU-Mehrheit im Kreistag abgelehnt, weil das Alleinstellungsmerkmal fehle. Es wurde jedoch signalisiert, dass eine Förderung zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein könnte. Da nun das Sägereimuseum der Mittelpunkt am Mühlenberg ist, sollen erneut Gespräche mit Politik und Kreis-Verwaltung aufgenommen werden.

Seniorenzentrum fast bezugsfertig

Gehlenberg Nach mehrjähriger Planungsphase und 20-monatiger Bauzeit soll das Seniorenzentrum St. Catharina in Gehlenberg schon bald seinen Betrieb aufnehmen. Zu einer Gesprächsrunde trafen sich der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Heinz Winkler, die Geschäftsführerin der Caritas St. Martinus Haren, Dr. Beate Schulte, sowie Hans-Werner Frerichs, der an der Planung des Gebäudes beteiligt war, und Nicole Sibum vom Kirchenvorstand, um die letzten Schritte vor der Eröffnung zu erörtern.

Erinnerung an Schücking

Den Namen der Einrichtung habe man gewählt in Erinnerung an die Dichterin Catharina Schücking, geborene Busch. Als Ehefrau des Amtsmannes Paulus Modestus Schücking, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Sögel eingesetzt war, hatte sie damals die gerade neu entstandene Kolonie Gehlenberg öfter besucht und so direkt miterlebt, unter welcher Mühsal die Kolonisten hier ihren Lebensunterhalt mit harter Arbeit erwirtschafteten und oft auch Notlagen zu meistern hatten. In Berichten aus dieser Zeit wird deutlich, dass sie nicht nur davon Kenntnis nahm, sondern aktiv mit ihren Möglichkeiten zu helfen bereit war. Kaum 40 Jahre alt verstarb sie und ihr Wunsch wurde erfüllt, in Gehlenberg beigesetzt zu werden. Ein Denkmal vor der Kirche erinnert an sie.

Das neue Haus für die Senioren entstand in Kooperation zwischen der Pfarrgemeinde St. Prosper Gehlenberg und der Caritas Pflege GmbH St. Martinus Haren. Betreibergesellschaft ist der Caritas Pflegedienst Hümmling. Mit im Boot für die Pflege und Betreuung ist zudem die Sozialstation St. Marien Friesoythe. Vorhanden sind achtzehn Plätze in der Tagespflege. Qualifiziertes Personal der Caritas St. Martinus Pflege GmbH betreut die Gäste von Montag bis Freitag und ein Fahrdienst kümmert sich um die Beförderung.

Im ersten Obergeschoss befinden sich die Räumlichkeiten der ambulant betreuten Wohngemeinschaft. Hier ist Platz für zwölf Personen, deren Tagesablauf in der Wohngemeinschaft dem in einem Privathaushalt ähnelt. Im zweiten Obergeschoss stehen fünf Wohnungen zur Verfügung, die an Interessenten vermietet werden.

Kontaktpersonen

Für weitere Auskünfte stehen folgende Personen bereit: Mechthild Eilers (Heim- und Pflegedienstleiterin) unter Telefon  0170/7409529, Stefanie Kleemann (Ambulant betreute Wohngemeinschaft) unterTelefon 05951/9951347 und Cornelia Briese unter Telefon   05932/55133.

Gerätewagen für die Feuerwehr

Gehlenberg Die Feuerwehr Gehlenberg hat einen neuen Logistik-Gerätewagen (GW-L2) bekommen. Die ersten Einsätze hat der GW-L2 bereits hinter sich. Er habe sich beim Großbrand eines Sägewerks in Thüle bereits bewährt, teilt die Stadt Friesoythe mit.

Nach mehr als 45 Jahren wird nun der Schlauchwagen SW2000 ausgemustert. Zwei Jahre hat der Bestellungsprozess für das neue Fahrzeug gedauert. Eine Abordnung der Ortsfeuerwehr Gehlenberg hat es bereits Ende Dezember vom Hersteller Ziegler in schleswig-holsteinischen Rendsburg nach Gehlenberg überführt. Zu diesem Zeitpunkt habe aber keine offizielle Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Sven Stratmann stattfinden können, so die Stadtverwaltung. Diese wurde nun nachgeholt.

Der neue Gerätewagen wird hauptsächlich zum Aufbau einer Wasserversorgung über größere Entfernungen dienen, teilt die Stadt Friesoythe mit. Außerdem werden mit dem GW-L2 Schläuche, Pumpen, Stromerzeuger, Beleuchtung, Kettensägen, Waldbrand-Faltbehälter und weitere Geräte und Hilfsmittel zur Einsatzstelle transportiert. Mit 280 PS und Allradantrieb kann das 18 Tonnen schwere Fahrzeug auch auf unbefestigten Wegen sechs Personen und Werkzeug an fast jede Einsatzstelle bringen. Das GW-L2 wird ebenfalls für die Kreisbereitschaft des Landkreises Cloppenburg zur Verfügung stehen.

Kita-Protest

Gehlenberg Viel Kritik erntete der Entwurf des neuen Kindertagesstättengesetzes (NKiTaG) des Landes Niedersachsen. Auch die Beschäftigen der Kindertagesstätte St. Monika Gehlenberg sagen „Nein zum neuen NKiTaG-Gesetz“. Seit 1993 regelt das Gesetz landesweit einheitliche Mindestanforderungen an Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen. Damit soll gewährleistet werden, dass Kinder überall in Niedersachsen strukturell ähnlich ausgestattete Bildungs- und Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen vorfinden – unabhängig von ihrem Wohnort oder der besuchten Einrichtung. Dieses Gesetz, so schreibt die Niedersächsische Landesregierung, entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Doch der Entwurf der Neufassung findet landesweit kaum Zustimmung bei den Einrichtungen. Auch nicht in Gehlenberg. Die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte St. Monika zeigten mit einer Aktion vor dem Kindergarten, dass die neuen Regelungen längst nicht ausreichend sind für eine bedarfsgerechte und angemessene Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung.

Als Beispiel wurde ein Gruppenraum mit Tischen, Stühlen und Spielgeräten vor dem Gebäude aufgebaut. Die abgetrennte Fläche war gut gefüllt und es sei kaum vorstellbar, wie dort noch 25 Kinder Platz zur freien Entfaltung haben sollen, so die Erzieherinnen. Zwei Quadratmeter seien nicht ausreichend. Da die Anforderungen an das pädagogische Personal steigen, bedarf es mehr Verfügungszeit, um die Qualität in der Einrichtung zu sichern, so eine weitere Forderung. Deshalb sei es unerlässlich, den Personalschlüssel zu ändern, entweder durch die Einstellung einer Drittkraft oder die Reduzierung der Gruppengröße. Ebenfalls sei ein Rechtsanspruch auf Bildung für Kinder mit Behinderungen erforderlich.

Sägereimuseum erweitert

Das Gehlenberger Sägereimuseum am Kulturzentrum Mühlenberg wächst weiter

Der Trägerverein hat sieben neue, teils über 100 Jahre alte Maschinen integriert. Vor 75 Jahren wurde der Handwerksbetrieb, der die Keimzelle des heutigen Museums bildet, gegründet.

Funktioniert: Hans Meyer testet die Funktionstüchtigkeit des rund 100 Jahre alten Dickenhobels, der zu den neuesten Ausstellungsstücken im Gelenberger Sägereimuseum gehört. Foto: Stix

Funktioniert: Hans Meyer testet die Funktionstüchtigkeit des rund 100 Jahre alten Dickenhobels, der zu den neuesten Ausstellungsstücken im Gelenberger Sägereimuseum gehört. Foto: Stix

Es wirkt wie eine Zeitreise: Wenn die signalroten Starkstromstecker an der Wand nicht wären, könnte das Sägereimuseum im Gehlenberger Kulturzentrum Mühlenberg sofort als echte Sägerei aus der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts durchgehen. Am Eingang lagern die Baumstämme, der Rest der großen Werkstatt steht voll mit Maschinen aller Art. Von der Gattersäge bis zur Drechselmaschine ist alles da, was das Herz eines Sägereibesitzers vor 100 Jahren höher schlagen ließ.

„Das ist auch unser Anspruch“, sagt Hans Meyer, Ortsvorsteher und Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Gehlenberg. „Alle Maschinen hier laufen, wir bilden den gesamten Prozess einer Sägerei ab, von der Anlieferung des Baumstamms bis hin zur Schleif- und Drechselarbeit am fertigen Werkstück.“

Schienen für Unterflurkreissäge freigelegt

Das Museum hat seinen Sitz im früheren Betrieb von Wilhelm Schute, der 1946, also vor 75 Jahren, dort einen Sägeschuppen errichtete und zur Sägerei ausbaute. Eine der Maschinen, mit denen Schute von Anfang an arbeitete, ist die große Unterflurkreissäge mit ihrem auf Schienen geführten Schlitten.

Die Schienen haben die Mitglieder des Heimatvereins kürzlich komplett freigelegt, sodass die große Kreissäge jetzt wieder voll funktionstüchtig ist. Ihr genaues Alter lässt sich nicht feststellen. „Sie war bestimmt schon einige Jahre alt, als Schute sie hier einbaute“, ist sich Wilhelm Olliges, der Vorsitzende des Heimatvereins Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup, sicher.

Nur eine Formatkreissäge fehlt noch

Seit das ebenfalls im Kulturzentrum ansässige Schmiedemuseum aus der Halle aus- und in sein eigenes Gebäude eingezogen ist, hat das Sägereimuseum die gesamte Halle für sich. Der zusätzliche Platz wurde genutzt, um weitere sieben Maschinen in die ständige Ausstellung aufzunehmen. Ein Bandschleifer, zwei Fräsen, zwei große Bandsägen, ein Abrichthobel und eine Dickenhobel runden das Museum jetzt ab. Nur eine Formatkreissäge fehlt noch, aber da, so Meyer, sei man bereits in Gesprächen.

Mit den neuen Maschinen, die bereits in das pädagogische Konzept und die ausgearbeiteten Führungen integriert sind, wollen Dorfgemeinschaft und Heimatverein jetzt einen neuen Vorstoß für eine institutionelle Förderung durch den Landkreis wagen. Ein erster Antrag wurde wie berichtet im Juli des vergangenen Jahres vom Kreistag abgelehnt. Es fehle, so die damalige Begründung der CDU-Mehrheitsfraktion, das Alleinstellungsmerkmal.

„Wir haben jedes Jahr mehrere tausend Besucher allein durch Führungen. Damit gehören wir zu den Top-3-Museen im Landkreis.“Anni Knipper, Dorfgemeinschaft Gehlenberg

Die Vereinsvertreter hoffen, dass sie mit dem Ausbau des Sägereimuseums, das nun der unbestrittene Schwerpunkt am Gehlenberger Mühlenberg ist, vorhandene Zweifel an der Förderfähigkeit ausräumen können. „Es gab Signale, dass es unter bestimmten Voraussetzungen doch Möglichkeiten einer Förderung geben könnte“, sagt Meyer. „Jetzt suchen wir das Gespräch mit der Kreisverwaltung und der Politik, um herauszufinden, wie diese Signale zu verstehen sind.“

Am Publikumszuspruch jedenfalls, so Anni Knipper, die Schriftführerin der Dorfgemeinschaft, könne es nicht scheitern. „Wir haben jedes Jahr mehrere tausend Besucher allein durch Führungen“, sagt sie. „Damit gehören wir zu den Top-3-Museen im Landkreis.“

Kindergarten baut Fastenweg

Kita-Kinder bauen Fastenweg

OSTERN – Das Leben Jesu verfolgen

Der Fastenweg der Kindertagesstätte St. Monika ist öffentlich zugänglich. BILD: Anni Knipper

Der Fastenweg der Kindertagesstätte St. Monika ist öffentlich zugänglich. BILD: Anni Knipper

GEHLENBERG. Die Kinder der Kindertagesstätte St. Monika in Gehlenberg sind auf dem Weg in Richtung Ostern. Sie haben dazu mit ihren Erzieherinnen im Außenbereich der Kita einen Fastenweg – eine Landschaft mit Figuren und Symbolen aus dem Leben Jesu – aufgebaut. Betreut wird die Aktion von Beate Menke, Chantal Hinrichs und Annette Konnemann.

Der Fastenweg beginnt mit der Darstellung des zwölfjährigen Jesus und endet mit seinem Tod und der Auferstehung. Viele Stationen – wie der See Genezareth, der Berg Golgatha und das Grab – sind dargestellt. Jesus und seine Jünger wandern jede Woche weiter und erleben immer etwas Neues.

Ein Fastenweg ist ein Pilgerweg. Die Menschen sollen sich auf den Weg machen, Neues entdecken und dabei über das Leben Jesu und das eigene Leben nachdenken. Der Gehlenberger Fastenweg kann jederzeit vor dem Kindergartengebäude besichtigt werden.

Um während der Corona-Pandemie in Kontakt zu bleiben, erhalten alle Kinder, die derzeit nicht im Kindergarten sein dürfen, wöchentlich Post mit Jesus-Geschichten und passenden Bastelangeboten.

Die Vorschulkinder bekommen zusätzlich Aufgaben, die nach Erledigung im Kindergarten wieder abgegeben werden sollen. Alle wöchentlichen Aktionen und Anleitungen finden Eltern und Kinder auch auf der Internetseite

Mehr Informationen unter: www.kindergarten-st-monika.de