SV Gehlenberg-Neuvrees verabschiedet Vorstandsmitglieder

Heimatverein ehrt Mitglieder

Großes Engagement

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Bild: Wilhelm Olliges (re.) und Heinz-Gerd Olliges (li.) bedankten sich bei Thea Kramer und Josef Südkamp für ihr
Engagement.

Gehlenberg. Der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup lebt vom ehrenamtlichen Engagement
der Mitglieder. Das zeigte sich auch wieder auf der diesjährigen Mitgliederversammlung im Kulturzentrum
Mühlenberg. Der Vorsitzende Wilhelm Olliges konnte Thea Kramer und Josef Südkamp für ihre langjährige
Mitarbeit im Vorstand des Vereins auszeichnen. Thea Kramer ist seit 25 Jahren aktiv, davon 15 Jahre als
stellvertretende Vorsitzende. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten hat sie mit vorbereitet und war
stets mit ihrer Hilfsbereitschaft zur Stelle. Neben ihrer Vorstandstätigkeit ist sie auch Mitbegründerin der
Backgruppe und dort an jährlich mehreren Backtagen tatkräftig im Einsatz. Verschiedene Brotsorten und
Butterkuchen aus dem alten Steinofen fanden immer reißenden Absatz.
Auch Josef Südkamp ist seit 25
Jahren im Vereinsvorstand tätig und hat sich besonders beim jährlichen Bauern- und Handwerkermarkt
engagiert. Beide wurden für ihren unermüdlichen Einsatz mit einem kleinen Präsent geehrt.
In seinem
Jahresrückblick, der coronabedingt diesmal den Zeitraum von zwei Jahren umfasste, sprach der Vorsitzende
Wilhelm Olliges immer wieder den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern Dank und Anerkennung aus. Mehr
als 6.000 Stunden freiwilliger Arbeit waren in den Jahren 2020 und 2021 geleistet worden.
Die zahlreichen
Aktivitäten seit der letzten Mitgliederversammlung wurden vom Vorsitzenden Wilhelm Olliges in seinem
Jahresbericht aufgelistet. Ein Helferfrühstück hatte im November 2019 stattgefunden, ein Backtag am
1. Advent 2019 und eine Krippenbesichtigungsfahrt im Januar 2020. Ebenfalls im Januar konnten sich
die Gehlenberger auf der Grünen Woche in Berlin in der Niedersachsenhalle auf dem Stand des Landwirtschaftsministeriums einen Tag lang präsentieren und gemeinsam mit Vertretern aus Altenoythe
und Harkebrügge für ihre Dörfer Werbung machen.
Eine Winterwanderung konnte noch nach Neuvrees
zum renovierten Dorfgemeinschaftshaus durchgeführt werden und am 13. März übergab Willi Baumann
Unterlagen aus dem Archiv von Alfred Gruse an den Heimatverein.
Die anschließenden geplanten
Veranstaltungen mussten ausfallen.
Im April wurde mit dem Bau der Schmiede begonnen, die nach
Fertigstellung mit Schmiedewerkzeugen aus den früheren Gehlenberger Schmieden Meyer, Hauptstraße
(jetzt Moormann), Immken und Block ausgestattet wurde.
Die Schindeln der Mühle wurden durch die Stadt
Friesoythe gereinigt, teilweise ausgetauscht und mit einem Holzschutzmittel behandelt.
Nach und nach
begann die „Dienstagsgruppe“ mit der Renovierung der Ausstellungshalle. Eine Notbeleuchtung und
Fluchttüren waren notwendig, ein neuer Fußboden und schließlich eine Heizungsanlage wurden eingebaut.

Mit der Auslagerung der Schmiedewerkzeuge aus der Sägerei fand eine Erweiterung des Sägereimuseums
statt. Inzwischen hat der Landkreis eine Förderung des Sägereimuseums beschlossen, so dass in Zukunft
hier verstärkt gearbeitet wird.
Das Kaffee/Kuchen-Angebot wurde vorerst bis zum nächsten Frühjahr eingestellt.
Seit August gibt es jedoch zweimal monatlich ein Mehrgenerationenfrühstück.
Vom Abbruch der Hofstelle Voß in Neuvrees stellten die Eigentümer historische Dachziegel, Klinker, einen Fachwerkgiebel und weitere
Eichenständer zur Verfügung, die auf dem Mühlenberg später Verwendung finden sollen.
Im Anschluss trug
Kassenwart Theo Thunert die Zahlen seines Berichtes vor. Einnahmen und Ausgaben hielten sich etwa die
Waage und der Prüfbericht von Hermann Bruns und Hans Luker bescheinigte ihm eine einwandfreie
Kassenführung. Auf Antrag wurde dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt.
Die Krippenbesichtigungsfahrt
im Januar wird ausfallen. Über die Durchführung weiterer Veranstaltungen wird kurzfristig entschieden.

Förderung beschlossen

Friesoythe Der Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Freizeit spricht sich einstimmig dafür aus, die Förderrichtlinien von Dorfgemeinschafts- und Kultureinrichtungen zu ergänzen. So dürfen nun Dorfgemeinschaftshäuser auch für private Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Die örtliche Gastronomie soll einbezogen werden, damit es nicht zu einer Konkurrenzsituation kommt. Konkretisiert wird in den Richtlinien ebenso: Pro Einrichtung darf nur ein Förderantrag pro Jahr gestellt werden.

Ein Vorschlag von Ratsherr Stefan Fuhler wird umgesetzt, indem die Förderung der Heimat- und Brauchtumspflege angepasst wird: Bisher war eine maximale Förderung von 30 Prozent möglich. Doch das bedeutet, dass dafür hohe Eigenleistungen der Vereine oder Drittmittel eingesetzt werden müssen. Maximal 20 Prozent sollen die Vereine nun selbst finanzieren müssen. „Drittmittel sollen nach Möglichkeit eingeworben werden“, soll es in der Ergänzung heißen. Der Stadtrat muss dem Vorschlag noch zustimmen.

Neue Heizung

Die Dorfgemeinschaft Gehlenberg erhält einen Zuschuss von 2201 Euro für den Einbau einer Heizungsanlage im Kulturzentrum Mühlenberg. Dafür hat sich der Kulturausschuss einstimmig ausgesprochen. Das Geld wird in den Haushalt der Stadt Friesoythe für 2022 eingeplant. Die Heizung ist für die Mehrzweckhalle des Kulturzentrums gedacht, die gerade saniert wird.

Wie es die Förderrichtlinien erfordern, hat die Dorfgemeinschaft sich um Drittmittel bemüht, in diesem Fall bei der Spadaka-Stiftung. Ebenso muss das genutzte Grundstück mindestens 25 Jahre für den öffentlichen Zweck gesichert werden, was in Gehlenberg der Fall ist. Auch gebe es keinen Nachteil für die örtliche Gastronomie: „Die Mehrzweckhalle wird für regelmäßige Veranstaltungen genutzt, welche schon jetzt auf dem Gelände des Mühlenzentrums stattfinden“, heißt es in der Vorlage. „Vorrangig sind dies größere Veranstaltungen wie der Bauern- und Handwerkermarkt oder Pfarrfeste der Kirchengemeinde.“ Diese Veranstaltungen seien in örtlichen Gastronomiebetrieben nicht unterzubringen.

Remise geplant

Für 2023 soll die Dorfgemeinschaft Gehlenberg 18.900 Euro für den Bau einer Wagenremise am Kulturzentrum Mühlenberg erhalten. Der Antrag ist erst Ende Oktober eingegangen, daher kann er nicht mehr in den Haushalt 2022 aufgenommen werden. Die Dorfgemeinschaft will am Kulturzentrum Mühlenberg das Sägerei-Museum im Sägewerk weiterentwickeln. Deshalb sollen die landwirtschaftlichen Exponate in einer Wagenremise untergestellt werden. Im Ausschuss wurde deutlich, wie gut die Politiker das Projekt der Dorfgemeinschaft insgesamt finden.

Voraussetzung, dass auch die Stadt Friesoythe einen Anteil finanziert, ist, dass es Drittmittel gibt. Diese sind beim Amt für Regionalentwicklung (ARL) Weser-Ems aus dem Programm ZILE (Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) beantragt worden. Die Dorfgemeinschaft plant mit Baukosten von insgesamt 63.000 Euro, förderfähig durch die Stadt Friesoythe sind 30 Prozent, also 18.900 Euro.

Dörfer geehrt

Kreis Cloppenburg Die Gewinner des Kreis-Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ sind am Mittwochnachmittag im Kreishaus geehrt worden. Die Bewertungs-Kommission bestimmte, dass Gehlenberg, Nikolausdorf, Falkenberg, Auen-Holthaus, Lodbergen und Beverbruch den Landkreis Cloppenburg beim Landeswettbewerb vertreten werden. Dieser beginnt im Frühjahr 2022 mit dem regionalen Vorentscheid.

Mitglieder der Jury waren die Kreistagsmitglieder der Periode 2016 bis 2021 – Marlies Hukelmann (Vorsitzende), Gerhard Bruns, Detlef Kolde, Dr. Irmtraud Kannen und Yilmaz Mutlu – sowie die Landfrauen-Kreisvorsitzende Doris Wieghaus, die OM-Heimatbund-Geschäftsführerin Gisela Lünnemann, die Landwirtschaftskammer-Beraterin Margret Emke und Kreisrat Ansgar Meyer. Insgesamt hatten 31 Dörfer aus zehn Städten und Gemeinden teilgenommen. Neben den Preisgeldern für die Sieger bekamen alle übrigen Teilnehmer jeweils 500 Euro. Insgesamt wurden so 28 300 Euro Preisgeld ausgezahlt.

Gehlenberg

Einstimmig war bereits im Spätsommer Gehlenberg als Sieger gekürt worden. Der Bau eines Seniorenzentrums, die Erschließung neuer Baugebiete, die Erweiterungen beim Kindergarten und die Sanierung der Grundschule hatten seinerzeit die Jury besonders beeindruckt. Aber auch die mit viel Eigenleistung realisierten Projekte wie Sportgelände, Sportlerheim und Turnhalle sowie das Kulturzentrum Mühlenberg mit Backhaus, Sägereimuseum, Heimatmuseum und Schmiede flossen maßgeblich in die Bewertung ein. Dazu kamen kleinere Projekte wie private Blumenwiesen, das Anlegen eines Bauerngartens am Mühlenberg sowie die Aufstellung neuer Sitzgruppen. Belohnt wurde das Paket mit einer Wanderstele und 5000 Euro.

Nikolausdorf

3000 Euro bekam Nikolausdorf für den zweiten Platz. Neben den klassischen Dorfverschönerungen würdigte die Jury vor allem die Aktivitäten des Bürgervereins „Wir in Nikolausdorf“. Dieser hat sich neben der Schaffung eines neuen Baugebiets unter anderem die Verbesserung der digitalen Infrastruktur und der Nahversorgung auf die Fahnen geschrieben.

Falkenberg

Der bislang jüngste Kreissieger setzt auf ein Leitbild, dessen Anforderungen zur dörflichen Entwicklung ständig angepasst werden. Darüber hinaus ist auch der Dorferneuerungsplan eine wichtige Grundlage für den aktiven Bürgerverein. Und auch die Ausweisung von Bauland ist für Falkenbergs Dorfentwicklung von zentraler Bedeutung. Für den dritten Platz gab es 2000 Euro.

Altenoythe

Erwähnenswert ist hier vor allem die Erstellung einer 800 Seiten starken Dorfchronik. Lohn der Mühen: Platz vier und 2000 Euro.

Peheim

Peheim beteiligt sich seit 1974 ununterbrochen am Wettbewerb. Bemerkenswert ist diesmal der Ausschuss Dorfchronik, der für das „Pähmer Dörpblatt“ zuständig ist. Peheim erreichte Platz fünf und bekam 2000 Euro.

Neue Kategorie

Beim 21. Kreiswettbewerb wurde erstmals die Kategorie „Kleine Dörfer“ (unter 300 Einwohner) bewertet. Hier gewann Auen-Holthaus (1500 Euro) vor Lodbergen/Holthausen/Duderstadt (1000 Euro), Garen, Osterlindern, Marren und dem Überhäsigen Viertel (alle 700 Euro).

Sonderpreis

Für die Einrichtung des Dorfladens, der Tagespflegeeinrichtung „Beverbrucher Begegnung“ und einer Skateranlage wurde Beverbruch mit einem – mit 1000 Euro dotierten – Sonderpreis ausgezeichnet. Insgesamt 16 Bewerbungen hatten für den Sonderpreis vorgelegen.

 

Kreis Cloppenburg zeichnet Gewinnerdörfer aus

„Unser Dorf hat Zukunft“: Jury und Landrat loben erstplatziertes Gehlenberg für hohe Anzahl an funktionierenden Vereinen.

Preisvergabe im Kreishaus: (von links) Hans Meyer (Gehlenberg), Tanja Schnetlage (Lodbergen-Holthausen-Duderstadt), Marlies Hukelmann (Vorsitzende der Jury), Thomas von Höven (Falkenberg), Maria Willen (Auen-Holthaus), Norbert Budde (Beverbruch), Johann Wimberg (Landrat) und Wolfgang Engelmann (Nikolausdorf). Foto: Niemeyer

Preisvergabe im Kreishaus: (von links) Hans Meyer (Gehlenberg), Tanja Schnetlage (Lodbergen-Holthausen-Duderstadt), Marlies Hukelmann (Vorsitzende der Jury), Thomas von Höven (Falkenberg), Maria Willen (Auen-Holthaus), Norbert Budde (Beverbruch), Johann Wimberg (Landrat) und Wolfgang Engelmann (Nikolausdorf). Foto: Niemeyer

Der Landkreis hat im Kreishaus in Cloppenburg die Gewinner des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Mit einem breiten Lächeln nahm Hans Meyer, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Gehlenberg, die Urkunde für das Siegerdorf Gehlenberg entgegen. In allen vier Bewertungsbereichen (Leitbild, Infrastruktur, Landwirtschaft und Gewerbe) zeigte Gehlenberg laut Jury erkennbare Präsenz, was für den Sieg ausschlaggebend war.

„Beeindruckend sind auch öffentliche Projekte wie der Bau des Seniorenzentrums, die Erschließung neuer Baugebiete, Erweiterungen beim Kindergarten und die Sanierung der Grundschule“, erklärte Landrat Johann Wimberg. Eine Besonderheit sei die hohe Identifikation der Menschen mit dem Ort und die hohe Anzahl an funktionierenden Vereinen. In Eigenleistung umgesetzte Projekte wie das Kulturzentrum Mühlenberg verdienten Anerkennung.

„Ein junges, interessantes Dorf“

Die Jury, bestehend aus vier Kreistagsabgeordneten und vier Experten, hatte im Vorfeld alle 31 Teilnehmerdörfer unter die Lupe genommen und im September die Gewinner bekanntgegeben. 28.000 Euro Preisgeld schüttete der Kreis an die Dörfer aus, Gehlenberg bekam als Gewinner 5000 Euro.

Knapp hinter Gehlenherg landete Nikolausdorf auf Platz zwei. „Ein junges, interessantes Dorf mit einer sehr gut aufgestellten und organisierten Dorfgemeinschaft“, erklärte Wimberg. Nikolausdorf stach etwa mit der digitalen Infrastruktur, der Nahversorgung und dem Vereinsleben heraus. Aber auch mit kleineren Aktionen, wie der Erneuerung des Kirchendachs, dem Bau einer Schutzhütte am Dorfstein und der Pflege des Landjugendpatts konnte Nikolausdorf punkten. Für den zweiten Platz gab es 3000 Euro.

Auen-Holthaus gewinnt in neuer Kategorie

Der Sieger des vergangenen Kreiswettbewerbs, Falkenberg, konnte auch dieses Mal wieder überzeugen und erreichte den dritten Platz. Auf den Plätzen vier und fünf landeten Altenoythe und Peheim, das sich seit 1974 ununterbrochen am Dorfwettbewerb beteiligt.

Neu in der Ausschreibung war die Kategorie „Kleine Dörfer“ (unter 300 Einwohner). Hier gewann das „Osterblumendorf“ Auen-Holthaus (Gemeinde Lindern) und erhielt 1500 Euro Preisgeld. Landrat Wimberg lobte unter anderem die aktive Nutzung des Rufbussystems, das Baugebiet „Zur Mühle“ und die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses. Auf Platz zwei landete die Dorfgemeinschaft Lodbergen-Holthausen-Duderstadt.

Die Kommissionsvorsitzende Marlies Hukelmann rief die Dorfgemeinschaften dazu auf, weiterzumachen. „Ich bin immer noch begeistert, was unsere Dörfer zu bieten haben. Wir sollten noch viel mehr Werbung dafür machen.“ Das Highlight bei der Erstellung der Ranglisten sei stets der Besuch vor Ort gewesen. „Damit steht und fällt es“, betonte Hukelmann. Es sei wichtig, dass durch diesen Wettbewerb das Engagement vor Ort sichtbar gemacht werde.

In den Landesentscheid im kommenden Jahr ziehen fünf Dörfer aus beiden Kategorien. Neben den beiden Siegern Gehlenberg und Auen-Holthaus schickt die Jury Falkenberg, Lodbergen-Holthausen-Duderstadt und Nikolausdorf ins Rennen. Die Gewinner des Landesentscheids ziehen wiederum in den Bundesentscheid, der 2023 stattfindet.


So beurteilt die Jury:

  • Struktur, Konzepte, Zusammenarbeit (maximal 30 Punkte): Dabei nimmt die Jury Stärken, Schwächen, Ziele und Ergebnisse der Dorfentwicklung unter die Lupe. Dazu gehören das Zusammenwirken von Landwirtschaft, Handwerk und Wohnen, aber auch Nahversorgung, Digitalisierung, Arbeitsplätze sowie Kindergärten und Schulen.
  • Soziales und Kulturelles (Höchstpunktzahl 25): Bewertet werden das Vereinsleben, Kultur- und Freizeitangebot, Jugend- und Seniorenarbeit, Integration, Pflege von Dorftradition und Brauchtum.
  • Baugestaltung und -entwicklung (Höchstpunktzahl 20): Hier geht’s um die Gestaltung und Pflege öffentlicher Straßen und Plätze, ortsprägende Bauwerke und den Umgang mit historischen Häusern. Auch die Gestaltung privater Häuser und ihres Umfelds zählen.
  • Grüngestaltung und -entwicklung (Höchstpunktzahl 25): Öffentliche und private Grünanlagen und naturnahe Lebensräume für Flora und Fauna suchte die Jury. Das schließt den schonenden Umgang mit der Landschaft, mit Flüssen und geschützten Bäumen ein.

Sägereimuseum wird gefördert

Über ein Jahr nach der Ablehnung: Sägereimuseum wird jetzt doch gefördert

Der Kreistag hat beschlossen, dass die Kultureinrichtung 2000 Euro im Monat erhält. Vor einiger Zeit wurde der Antrag des Heimatvereins noch mit Stimmen der CDU abgelehnt.

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Die Verantwortlichen des Heimatvereins in Gehlenberg. Foto: Stix

Die Verantwortlichen des Heimatvereins in Gehlenberg. Foto: Stix

Jetzt also doch: Ein Jahr nach Ablehnung einer Förderung bekommt der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup 2000 Euro vom Landkreis für sein Sägerei-Museum. Im Juli 2020 hatte sich die CDU gegen den Antrag gestellt, nun stimmte der Kreistag einstimmig für die finanzielle Unterstützung. Im Gegenzug muss der Verein einen jährlichen Bericht zu Aktivitäten und Entwicklung abgeben.

Die Förderung des Landkreises wird zudem nur unter der Voraussetzung gewährt, dass die Stadt Friesoythe den Verein in Höhe von mindestens 50 Prozent der Förderhöhe des Landkreises unterstützt. „Die Unterstützung kann auch in Form der Gewährung von Sachleistungen erfolgen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

„Die Freude ist recht groß und wir verstehen nicht, warum es nicht schon vor einem Jahr eine Mehrheit dafür gab. Das war sehr schade“, erklärte Detlef Kolde (SPD). Hans Götting, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten, verteidigte das Vorgehen: „Wir haben uns mit der Ablehnung schwer getan.“ Nun sei der Zuschlag ein Brückenschlag für die Weiterentwicklung des Museums, man sei dort auf einem guten Weg.

Museum wurde zwischenzeitlich erweitert

Die Ehrenamtlichen hatten zwischenzeitlich einen weiteren Antrag gestellt, Hintergrund waren Erweiterungen des Museums und neue Anschaffungen. „Durch den Neubau einer alten Schmiede und die damit verbundene Auslagerung der Schmiedeausstellung wurde der freiwerdende Platz in der Sägerei genutzt, um viele historische Maschinen zu installieren, die alle funktionsfähig sind“, heißt es seitens des Vereins.

Dem Landkreis war wichtig, dass zu fördernde Einrichtungen mit ihrem Angebot und ihrer Ausrichtung über ein Alleinstellungsmerkmal verfügen. Somit soll eine regionale und überregionale Ausstrahlung und Wahrnehmung geschaffen werden. Dies scheint nach der Erweiterung nun offenbar der Fall zu sein. „Wir sehen ein Potenzialprojekt, das wir fördern und auf dem Weg in die Zukunft begleiten möchten“, erklärte Iris Wichmann, Vorsitzende des zuständigen Ausschusses für Kultur und Freizeit.

Gehlenberg /Cloppenburg Mit 2000 Euro pro Monat für drei Jahre wird der Landkreis Cloppenburg das Sägerei-Museum im Kulturzentrum Mühlenberg unterstützen. Voraussetzung ist, dass die Stadt Friesoythe den Verein in Höhe von mindestens 50 Prozent der Förderhöhe des Landkreises unterstützt. Der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup und die Dorfgemeinschaft Gehlenberg als Träger des Kulturzentrums werden jährlich dem Landkreis Bericht über die Aktivitäten abgeben. Ziel sei, dass das Museum überregionale Strahlkraft erhalte, hieß es im Kreistag, der die Förderung einstimmig entschied.

Das Thema hatte den Kreistag bereits im vergangenen Jahr beschäftigt, seinerzeit war er aber mit CDU-Mehrheit abgelehnt worden. Anlass für Detlef Kolde (SPD) an die damalige Entscheidung zu erinnern. Dass es seinerzeit keine Mehrheit gegeben habe, können er „nicht nachvollziehen“. CDU-Fraktionschef Hans Götting rechtfertigte das frühere CDU-Votum damit, dass seinerzeit die Voraussetzungen gefehlt hätten. Es sei aber die Chance genutzt worden, das Museum zu entwickeln. Es sei auf einem guten Weg.

Förderung für Sägereimuseum beschlossen

Landkreis Cloppenburg soll Gehlenberger Sägerei-Museum unterstützen

Der Kreistagsausschuss stimmt einer jährlichen Förderung von 24.000 Euro zu. Auch die Stadt Friesoythe soll sich an der Finanzierung beteiligen.

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Wie früher: Der Gehlenberger Hans Meyer demonstriert die Arbeit an einer alten Kreissäge. Foto: Stix

Wie früher: Der Gehlenberger Hans Meyer demonstriert die Arbeit an einer alten Kreissäge. Foto: Stix

Zwar sahen die Mitglieder der CDU-Fraktion im Ausschuss für Kultur und Freizeit des Landkreises Cloppenburg das Merkmal der regionalen Strahlkraft beim Sägerei-Museum Gehlenberg noch nicht ganz erfüllt. Trotzdem genieße der Schwerpunkt der Holzbearbeitung ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Cloppenburg, so dass eine Unterstützung von 2.000 Euro im Monat drei Jahre lang gewährt werden könne. Auch die Mitglieder der anderen Fraktionen schlossen sich dieser Ansicht an.

Bereits 2019 hatte der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup und die Dorfgemeinschaft Gehlenberg einen Antrag auf institutionelle Förderung für das Sägerei-Museum Gehlenberg im Kulturzentrum Mühlenberg gestellt. Die Vereine beantragten eine Förderung in Höhe von 2000 Euro in Anlehnung an die bereits gewährten Zuschüsse für das Postgeschichtliche Museum in Friesoythe und das Kinotechnische Museum in Löningen. Dieser Antrag war aber am 7. Juli 2020 vom Kreistag mehrheitlich abgelehnt worden.

Inzwischen hat die Initiative ihr Sägerei-Museum allerdings erheblich erweitert. Durch den Neubau einer alten Schmiede und der damit verbundenen Auslagerung der Schmiedeausstellung wurde der frei werdende Platz in der Sägerei genutzt, um viele historische Maschinen zu installieren, die alle funktionsfähig sind. Damit wurde der Schwerpunkt des Kulturzentrums noch mehr auf die Holzbearbeitung gelegt. Für den Landkreis kommt damit eine grundsätzliche Förderung in Betracht, wenn die jeweilige Einrichtung sowohl hinsichtlich ihres Angebotes als auch hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung über ein Alleinstellungsmerkmal und damit über eine regionale und oder auch überregionale Ausstrahlungswirkung sowie über ein hohes Potenzial einer überregionalen Wahrnehmung verfügt. Daraufhin stellten die Gehlenberger in diesem Jahr einen erneuten Antrag. Auch die Stadt Friesoythe als Sitzgemeinde muss sich mit 50 Prozent der Kreisförderung beteiligen.

Förderung soll auch Anerkennung für Engagement sein

Auch wenn das museumspädagogische Konzept und die Präsentation der Ausstellungsstücke noch zu verbessern sei, sieht die CDU Potenziale, sich von anderen Dorf- und Heimatmuseen abzugrenzen und zu einem Museum mit Alleinstellungsmerkmal und überregionaler Strahlkraft zu werden, heißt es im CDU-Antrag.

Zur dauerhaften Unterstützung des Sägerei-Museums im Kulturzentrum Mühlenberg solle dem Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup und den Verein Dorfgemeinschaft Gehlenberg gemeinsam deshalb eine sogenannte institutionelle Förderung in Höhe 2.000 Euro monatlich gewährt werden. „Hier wird das große ehrenamtliche Engagement belohnt“, kommentierte Kreistagsmitglied Wilhelm Bohnenstengel.

 

Gehlenberg /Lastrup Jetzt also doch: Das Sägerei-Museum in Gehlenberg wird vom Landkreis Cloppenburg finanziell unterstützt. Zwar sahen die Mitglieder der CDU-Fraktion im Ausschuss für Kultur und Freizeit des Landkreises Cloppenburg das Merkmal der regionalen Strahlkraft beim Sägerei-Museum noch nicht ganz erfüllt. Trotzdem genieße der Schwerpunkt der Holzbearbeitung ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Cloppenburg, so dass eine Unterstützung von 2000 Euro im Monat drei Jahre lang gewährt werden könne. Auch die Mitglieder der anderen Fraktionen schlossen sich dieser Ansicht an.

2019 Antrag gestellt

Bereits 2019 hatte der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup und die Dorfgemeinschaft Gehlenberg einen Antrag auf institutionelle Förderung für das Museum im Kulturzentrum Mühlenberg gestellt. Dieser wurde aber im Juli 2020 vom Kreistag mehrheitlich abgelehnt. Inzwischen wurde das Sägerei-Museum erheblich erweitert. Durch den Neubau einer alten Schmiede und der damit verbundenen Auslagerung der Schmiedeausstellung wurde der freiwerdende Platz in der Sägerei genutzt, um viele historische Maschinen zu installieren, die alle funktionsfähig sind.

Schwerpunkt Holz

Damit wurde der Schwerpunkt des Kulturzentrums noch mehr auf die Holzbearbeitung gelegt. Für den Landkreis Cloppenburg kommt eine grundsätzliche Förderung in Betracht, wenn die jeweilige Einrichtung sowohl hinsichtlich ihres Angebotes als auch hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung über ein Alleinstellungsmerkmal und damit über eine regionale und/oder überregionale Ausstrahlungswirkung sowie über ein hohes Potenzial einer überregionalen Wahrnehmung verfügt. Daraufhin stellten die Gehlenberger in diesem Jahr einen erneuten Antrag.

Auch wenn das museumspädagogische Konzept und die Präsentation der Ausstellungsstücke noch zu verbessern seien, sieht die CDU Potenziale, sich von anderen Dorf- und Heimatmuseen abzugrenzen und zu einem Museum mit Alleinstellungsmerkmal und überregionaler Strahlkraft zu werden, heißt es seitens der CDU.

Kutsche und Motorrad als Leihgabe

Gehlenberg Zur Sammlung des Kulturzentrums Mühlenberg in Gehlenberg sind zwei Objekte hinzugekommen: Eine Kutsche von Johann und Margret Rolfes und ein Motorrad von Hans Janßen. Beide Spender sind aus Neuvrees und haben ihre „Schätze“ als Leihgabe der Dorfgemeinschaft Gehlenberg zur Verfügung gestellt.

Die Kutsche kam 1919 nach Neuvrees. Sie gehörte zur Aussteuer der Braut Helene Esters, die Johann Robbers heiratete, Johann Rolfes Großvater. Ganz neu war das Fahrzeug damals schon nicht mehr, es hatte 20 Jahre in Osnabrück als „Stadtwagen“ gedient. Hergestellt wurde das Modell „Landauer Steilwand“ von der Firma L. Brockmeyer in Osnabrück. Es ist in vielen alten Filmen wie in der „Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann zu sehen.

In Neuvrees wurde das Gefährt für sonntägliche Fahrten zur Pfarrkirche in Gehlenberg, für Krankentransporte und Verwandtenbesuche genutzt. Mit zunehmender Motorisierung wurde die Kutsche zum Ende des vergangenen Jahrhunderts dann bei Feiern und Festlichkeiten (Hochzeiten, Schützenfesten) eingesetzt und im Jahre 1988 noch einmal gründlich restauriert.

Das Motorrad ist ein Modell „Panther“, Baujahr 1937. Ausgestattet ist es mit einem Sachs-Motor mit 98 ccm Hubraum und einer Leistung von 2,25 PS, wie das Typenschild verrät. Älteren Mitbürgern sind Motorräder dieser Art noch aus der Vor- und Nachkriegszeit gut bekannt.

Für den Start diente eine Tretkurbel (wie bei einem normalen Fahrrad), mit der Schwung für die Zündung erreicht wurde.

Eine Zweigangschaltung war seitlich am Tank angebracht und für Richtungswechsel mussten Handzeichen gegeben werden.

Das Motorrad wurde von der Polizei genutzt. Doch weder Blaulicht noch Martinshorn machten auf das Polizeifahrzeug aufmerksam, eine lautstarke Hupe mit Handbedienung erfüllte diesen Zweck. Für rasante Fahrten und die Verfolgung von Straftätern war es kaum geeignet. Es war ein Schritt in etwas mehr Mobilität der Polizei.

Preise bei der Zuchtschau

Gehlenberg Nach zweijähriger Pause hat der Hundezuchtverein Kurzhaar-Voran Weser-Ems wieder eine Generalversammlung in Präsenz durchgeführt. In der großen Versammlungshalle in Gehlenberg konnten die 90 Teilnehmenden die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Sie erfuhren einiges über die Aktivitäten des Vereins und die zu erwartenden Änderungen der internationalen Prüfungen. Zuchtwartin Maria Lemmermöhle nannte in ihrem Überblick über das Zuchtgeschehen die steigende Zahl der Form-Bewertungen von Hunden aus dem eigenen Klub erfreulich.

In den Vorstand wurden gewählt: Willi-Werner Immken (1. Vorsitzender), Maike Schön (stellvertretende Vorsitzende), Maria Lemmermöhle (Zuchtwartin), Burkhard Schröder (Kassenwart) und Dr. Matthias Spark (Schriftführer). „Unser Ziel ist, den Klub Kurzhaar-Voran weiter zu stärken“, sagte der wiedergewählte Vorsitzende Immken. „Wir haben 2020/21 etwa 20 Übungstage, Seminare und Fortbildungen für Hund und Führer angeboten und über 800 Hunde geprüft. Unsere Zuchtschauen sind die am besten besuchten im Bundesgebiet – hier trifft sich die Kurzhaar-Familie. Das soll so bleiben.“

Für die Zuchtschau hatten die Verantwortlichen unterhalb der Mühle ein Areal abgesteckt, in dem die Vierbeiner in Gruppen oder allein mit ihrem Halter sich den kritischen Blicken der Richter präsentieren mussten. Diese Aufgabe wurde von der Spezialzuchtrichterin Dr. Andrea Melchheier, dem Formwertrichter Alfred Schramm sowie den beiden Formwertanwärterinnen Anja Baumann und Ilka Petersen übernommen, unterstützt von den Ringhelferinnen Maria Lemmermöhle, Elke Bruns, Maria Immken und Katja Rolfes.

Das Augenwerk der Wertungsrichter lag in erster Linie auf Körperform und Körperbau, aber auch der Kopf und die Kopfhaltung, der Gang im Schritt oder im Lauf. Eingeteilt waren die Tiere in Altersklassen (bis/ab 18 Monate). Die Siegerhunde (Plätze 1 bis 4): Jugendklasse Hündinnen: Greta vom Steirerengel, Fina Samuhazi Vadasz, Indra von der Spreeaue, Haja vom Jadebusen; Altersklasse Hündinnen: Abby aus der Eisenstadt, Zira vom Holtvogt, Animal von der Belmer Kroneneiche, Yule von Neuarenberg; Jugendklasse Rüden: Iwo vom Hinschen-Hof, Hero vom Jadebusen, Falco Samuhazi Vadasz, Friedl vom Steirerengel; Altersklasse Rüden: Carado Preußen Farben, Bruno vom Göttings-Hof, Bellini vom Hinschen-Hof, Yakari von Neuarenberg.

Gehlenberg siegt im Kreisentscheid

Gehlenberg Gehlenberg ist der Kreissieger beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Wie berichtet, wurde der Gewinnerort vor wenigen Tagen von der Bewertungskommission bekannt gegeben. Diese Nachricht verbreitete sich in Windeseile im Dorf und war mit großer Freude aufgenommen worden. Eine ganz neu gestaltete Stele ist das sichtbare Zeichen für diesen Erfolg. Auf dem Mühlenberg fand jetzt die Übergabe der Stele durch Landrat Johann Wimberg und die Kommissionsmitglieder Marlies Hukelmann (Vorsitzende), Andreas Wegmann (Organisator des Kreiswettbewerbs), Ansgar Meyer, Doris Wieghaus und Detlef Kolde statt.

Kein Zufall

„Der Sieg der Gehlenberger ist kein Zufall“, sagte der Landrat, „im Laufe der Jahre hat eine dynamische Entwicklung stattgefunden, die noch nicht abgeschlossen ist.“ Beeindruckt hätte das Leitbild „Gemeinsam sind wir stark“. Eine Besonderheit sei die hohe Identifikation der Einwohner mit dem Ort. „Mit viel Eigenleistung realisierte Projekte zeugen davon“, lobte Wimberg das große Engagement.

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Hans Meyer beleuchtete noch einmal die vielen Initiativen mit vielen Stunden Eigenleistung in den letzten 20 Jahren. Begonnen hatte das große Engagement mit der Dorferneuerung in den 1990er Jahren. Auf Initiative des örtlichen Handels- und Gewerbevereines konnte ein Nahversorger angesiedelt werden, der Kirchenvorstand realisierte das Seniorenzentrum, die Kindertagesstätte wurde erweitert und renoviert und Bauplätze erschlossen. Im Rahmen der Sozialen Dorfentwicklung wurden Bauerngarten, Schmiede, Dorf-App, Sommer-Biathlon-Anlage, Blühwiesen und Sitzgruppen verwirklicht. Der Umbau des ehemaligen Feuerwehrhauses durch die Jugendlichen und die Neugestaltung des Dorfparks und der Ortsmitte seien die zukünftigen geplanten Maßnahmen.

Schmiedekünstler Alfred Bullermann hatte die neue Stele, die von den Mitgliedern der Bewertungskommission feierlich enthüllt wurde, entworfen und angefertigt. Als Schmied aus Friesoythe freute er sich, dass die Stele zur Premiere im Friesoyther Stadtgebiet aufgestellt wird.

Außergewöhnlich

Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeister Sven Stratmann. Diese Auszeichnung sei für die gesamte Stadt Friesoythe ein Grund zur Freude. Er bedankte sich bei den Gehlenbergern für dieses außergewöhnliche Engagement.

Siegerstele übergeben

Dorfwettbewerb: Siegerstele steht jetzt drei Jahre in Gehlenberg

 

 
Landrat Johann Wimberg und Jury-Vorsitzende Marlies Hukelmann enthüllten die Siegerstele und gratulierten Gehlenbergs Ortsvorsteher Hans Meyer, ebenso die Kommissionsmitglieder Detlef Kolde, Doris Wieghaus und Ansgar Meyer (v.l.). Foto: privat
 

west Gehlenberg.

Das Kulturzentum am Mühlenberg gehörte zu den Vorzeigeprojekten der Dorfgemeinschaft und genau dort wurde nun auch die Kreissieger-Stele des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft” für die kommenden drei Jahre aufgestellt: Gehlenberg wurde von der Jury unter 32 teilnehmenden Orten zur Nummer eins gewählt und freute sich neben Kunstwerk und Urkunde auch über eine Prämie von 5000 Euro.

Neben Landrat Johann Wimberg, Bürgermeister Sven Stratmann und dem Künstler Alfred Bullermann begrüßte Ortsvorsteher Hans Meyer am Freitag auch Abordnungen der örtlichen Vereine und Gruppen sowie ehrenamtliche Helfer zu einem kleinen Grillfest zur Feier der Auszeichnung. Dafür ausschlaggebend waren viele engagierte Initiativen aus der Dorfgemeinschaft, erklärte Landrat Wimberg. Neben der Entwicklung des Kulturzentrums nannte er auch den Bau des Seniorenheimes, den Umbau der Schule sowie die Sanierungsarbeiten im Kindergarten und auch die Sitzgruppen und Blühwiesen im Ort als vorbildliche Beispiele. Außerdem punktete das Dorf mit seinem Bauerngarten und der Entwicklung einer Dorf-App. All das sei „nur durch die Bereitschaft vieler Mitbürger in zahllosen Stunden ehrenamtlicher Arbeit möglich” geworden, betonte Hans Meyer als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Auch der Bau von Sportanlage und Turnhalle wäre ohne erhebliche Eigenleistungen kaum realisierbar gewesen. Aber alle haben mit angepackt und es zusammen geschafft.

Die Dorferneuerung seit den 1990er Jahren habe viel bewegt und den Ort belebt. So entstanden auch neue Gewerbeflächen und Bauplätze, ein kleiner Supermarkt sichert die Nachversorgung und der Kindergarten wurde erweitert. Und die Gehlenberger schauen auch weiter nach vorn: Aus dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus soll ein Jugendheim werden, Park und Ortsmitte will man neu gestalten. „Die heutige Ehrung als Siegerdorf sehen wir als Anerkennung für die gesamte Dorfgemeinschaft”, dankte Meyer der Jury.

Als für alle sichtbare „Trophäe” wurde am Kulturzentrum die von Metall-Designer Alfred Bullermann neu geschaffene Wander-Stele aufgestellt und enthüllt. Das mehr als mannshohe Kunstwerk aus Edelstahl und Bronze stelle ein aufbrechendes Getreidekorn mit einem aufstrebenden Spross da, erklärte der Künstler: Symbol für die „innere Kraft, den Lebenswillen und die Entwicklung hin zu einer zukunftsträchtigen Perspektive”. Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann gratulierte den Gehlenbergern zu ihrem Erfolg, der auch Motivation für andere engagierte Orte sei. Im nächsten Jahr folgt nun der Landesentscheid des Dorfwettbewerbs und auch dafür rechnet sich Gehlenberg Chancen aus. Mit dabei sind dann auch die auf Kreisebene nächstplatzierten Orte Falkenberg, Lodbergen und Nikolausdorf sowie Auen-Holthaus als Gewinner der kleineren Bauerschaften bis 300 Einwohner.