Umfrage unter Jugendlichen

Jugend gefällt es in den Dörfern gut

UMFRAGE – Mehrheit möchte hier bleiben

FRIESOYTHE. (EB) Benotet werden, Zeugnisse bekommen – Schülerinnen und Schüler kennen das Gefühl. Bei der Online-Umfrage in der Dorfregion Friesoythe Süd Ende 2020 wurde der Spieß umgedreht und die jüngeren Einwohner durften ihre Heimat in verschiedenen Kategorien bewerten. Teilgenommen haben 137 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen zehn und 24 Jahren aus allen Ortsteilen der Dorfregion. Nach Auswertung der Ergebnisse im Rahmen der Sozialen Dorfentwicklung durch die begleitende pro-t-in GmbH steht fest: Das Zeugnis für Friesoythe Süd fällt gut bis sehr gut aus.

Die Jugendlichen fühlen sich in Gehlenberg, Neuvrees, Thüle, Markhausen, Augustendorf, Neumarkhausen und Ellerbrock wohl und leben gerne dort. Eine Mehrheit von 71 Prozent kann sich gut vorstellen, auch als Erwachsene hier zu leben. Gemeinschaft, Geselligkeit, (Sport-)Verein, Freunde, Landschaft und Ortsjugendring (OJR)/Landjugend (KLJB) – diese Dinge sind ihnen im Dorf sehr wichtig.

„Die Aussagen der Jüngeren passen zur Auswertung der NWZ zum aktuellen Landkreis-Cloppenburg-Check“, freute sich Bürgermeister Sven Stratmann, „da haben die Bürgerinnen und Bürger auch gezeigt, dass sie ein großes Interesse an ihrer Heimat haben und recht zufrieden sind.“

Die Freizeitangebote der KLJB, des Ortsjugendrings und der Kirche sowie die Dorfgemeinschaft finden die jungen Leute gut oder sehr gut. Eine große Mehrheit der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen engagiert sich in den verschiedenen Vereinen der Dorfregion.

Auch bei der Organisation eines Jugendtreffs würden viele mit anpacken. Und viele möchten sich gerne noch stärker einbringen: 53 Prozent wünschen sich mehr Mitspracherecht bei Themen, die die Dorfjugend betreffen. Erste Vorschläge dazu lieferte die Online-Umfrage bereits. Insgesamt haben besonders die Dorfgemeinschaft und der Zusammenhalt untereinander einen hohen Stellenwert bei den Jugendlichen. Sie engagieren sich gerne für ihre Heimat und möchten sich auch in Zukunft für das starke Gemeinschaftsgefühl einsetzen.

Die komplette Auswertung: friesoythe.pro-dorfentwicklung.de

Landkreis-Check Friesoythe

Einkaufen kann man gut vor Ort

LANDKREIS-CLOPPENBURG-CHECK – Bestnote für die Nahversorgung – Nahverkehr hingegen eine Katastrophe

Das Einkaufszentrum am alten Hafen in Friesoythe: Hier findet man Geschäfte wie Lidl, Famila, Deichmann, Müller, C&A und Ernstings Family. BILD: Schiwyair Luftbildaufnahmen

Das Einkaufszentrum am alten Hafen in Friesoythe: Hier findet man Geschäfte wie Lidl, Famila, Deichmann, Müller, C&A und Ernstings Family. BILD: Schiwyair Luftbildaufnahmen

Die Bestnote gibt es für die Nahversorgung. Der Nahverkehr hingegen ist eine Katastrophe.

FRIESOYTHE. Fast 1000 der knapp über 5000 Teilnehmer am Landkreis-Check kommen aus der Stadt Friesoythe. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger ein großes Interesse an ihrer Heimat haben. Unterm Strich scheinen die Bewohner recht zufrieden zu sein. In der Gesamtbewertung landete die Stadt Friesoythe mit der Durchschnittsnote 6,4 unter allen 13 Städten und Gemeinden auf Platz 5 – noch vor den beiden einzigen anderen Städten Cloppenburg und Löningen.

Am besten beurteilt wurde die Nahversorgung, gefolgt von den Kategorien Sauberkeit, Sportangebote und Kinderbetreuung. Weniger gut schnitten die Kategorien Kultur, Wohnungsmarkt und vor allem Nahverkehr ab.

Nahversorgung

Hier steht die Stadt Friesoythe hervorragend da. Mit einer Note von 7,6 liegt dieser Wert weit über Kreisdurchschnitt (6,7). Kein Wunder: In der Friesoyther Innenstadt gibt es alles für den täglichen Bedarf. An Verbrauchermärkten und Discountern fehlt es hier nicht. Auch der Einzelhandel ist gut aufgestellt. Was in der Bewertung ebenfalls positiv gewertet wurde, ist die Tatsache, dass es in Altenoythe und Gehlenberg Verbrauchermärkte und in Markhausen, Kampe und Neuscharrel zumindest Bäckerläden mit einem Sortiment für das Nötigste gibt.

Sauberkeit

Im Bereich Sauberkeit schneidet Friesoythe gut ab. Es gab die Note 7,3 (Kreisdurchschnitt: 7,1). Es wurde zwar kritisiert, dass gerade im Umfeld der beiden Fast-Food-Restaurants zu viel Müll herumliege und auch das Umfeld des Friesoyther Stadtparkes verschmutzt sei. Doch insgesamt wurde die Sauberkeit, gerade in den Ortschaften, sehr positiv bewertet.

Kinderbretreuung

Der Bereich Kinderbetreuung wird im gesamten Landreis Cloppenburg als durchweg gut beschrieben. Daher liegt Friesoythe hier trotz dem respektablen Ergebnis von 7,3 noch leicht unter dem Kreisdurchschnitt von 7,5. Krippen- und Kindergartenplätze sind zwar vor allem in Friesoythe und Altenoythe knapp. Doch über das gesamte Stadtgebiet hinweg ist das Angebot anscheinend durchaus ausreichend. Und die neue Kindertagesstätte an der Burgwiese in Friesoythe wird zur weiteren Entspannung der Situation führen.

Sportangebote

Auch in diesem Bereich schneidet die Stadt Friesoythe gut ab und trifft mit 7,3 den Kreisdurchschnitt. Das positive Ergebnis liegt natürlich an den vielen Sportvereinen in den Orten. Neben Fußball und Handball wird in den Ortschaften längst viel mehr angeboten. Und auch wer kein Interesse an einer Vereinsmitgliedschaft hat, hat eine Auswahl an Fitnessstudios. Jogger, Walker und Radfahrer kommen durch die schönen Landschaften in der Region ebenfalls bestens auf ihre Kosten.

Kultur

Die Rubrik Kultur ist natürlich ein extrem subjektives Feld. Was dem einen gefällt, mag der andere überhaupt nicht. Und so ist es schwer bis nahezu unmöglich, ein Kulturprogramm zu entwickeln, das allen gleichermaßen gerecht wird. Da verwundert es nicht, dass diese Rubrik mit einer Note von 5,4 relativ schlecht abschneidet, im Kreisvergleich (4,9) aber noch recht gut dasteht. Durch das Forum am Hansaplatz ist die Stadt in der Lage, auch größere Kulturveranstaltungen durchzuführen. Auch das Engagement der örtlichen Theatergruppen wurde lobend erwähnt. Was einigen Leuten laut ihren Angaben fehlt, sind vor allem Konzerte für junge Leute und Kunstausstellungen.

Wohnungsmarkt

Ein großes Sorgenkind im Friesoyther Stadtgebiet ist der Umfrage zufolge der Wohnungsmarkt. Die Nachfrage ist groß, das Angebot überschaubar. Die Folge: Der Wohnraum ist gerade in der Friesoyther Innenstadt knapp und auch nicht gerade günstig. Für eine moderne 80 Quadratmeterwohnung werden da schnell mal 700 bis 800 Euro Kaltmiete fällig. Kleinere Wohneinheiten sind zudem Mangelware. Auch der Markt für Häuser und Grundstücke ist vollkommen überlaufen. Insgesamt gibt es hierfür die Note 5,0 (Kreis: 5,4).

Nahverkehr

Noch schlechter, und zwar deutlich, schließt die Rubrik Nahverkehr ab. Note: 4,3. Das Friesoyther Ergebnis deckt sich in etwa mit dem Kreisdurchschnitt von 4,5. Das Busliniennetz grenzte schon immer an einer Katastrophe. Die Anbindungen zwischen den Ortsteilen aber auch an Städte wie Oldenburg sind extrem schlecht. Der Rufbus moobil+ soll dieses Problem lösen. Bislang mit mäßigem Erfolg.

Tipp der Redaktion

BILD: Heiner Elsen

BILD: Heiner Elsen

Im Kulturzentrum Mühlenberg in Gehlenberg wird Geschichte greifbar. In mühevoller Kleinarbeit haben die Ehrenamtlichen dort ein Kleinod erschaffen. Neben der Windmühle und einem Backhaus ist dort ein Sägerei- und Heimatmuseum eingerichtet worden.

Bekannter Kopf

Frank Willenborg BILD: DPA

Frank Willenborg BILD: DPA

Frank Willenborg ist gebürtiger Gehlenberger und in der Fußballwelt ein bekannter Mann. Als Schiedsrichter schaffte es der heute 41-Jährige vom SV Gehlenberg-Neuvrees in die Bundesliga. Bis jetzt hat er dort 19 und in der 2. Bundesliga 85 Spiele gepfiffen.

Erlös aus Kartoffelverkauf für Grundschule und Kindergarten

Mehr für den Schulhof

Über eine Spende in Höhe von 300 Euro für die Grundschule Gehlenberg freute sich jetzt Schulleiterin Annette Keijser mit ihrem Team und den Kindern. Die Dorfgemeinschaft Gehlenberg spendete der Grundschule diesen Betrag aus dem Kartoffelverkauf.

In den Vorjahren hatten die Kinder der dritten Klassen gern das Angebot der Dorfgemeinschaft genutzt, bei dieser Aktion zu helfen und am Mühlenberg die Kartoffeln selbst gepflanzt. Da in diesem Jahr alles anders war, übernahmen die Mitglieder der Dorfgemeinschaft die Arbeit, vom Einpflanzen bis zum Verkauf. In erster Linie übernahmen Heinz-Gerd Olliges , Wilhelm Hömmken , Bernd Kramer und Bernd Esters die Arbeiten. Die Grundschule möchte von dem Geld ein Spielgerät oder Fahrzeug für den Schulhof anschaffen. BILD: Anni Knipper

Über eine Spende in Höhe von 300 Euro für die Kita Gehlenberg hat sich Leiterin Jutta Hoff mit ihrem Team und den Kindern gefreut. Die Dorfgemeinschaft Gehlenberg spendete der Kita diesen Betrag aus dem Kartoffelverkauf.

Spende für den SV Gehlenberg

Hilfe für SV Gehlenberg

Mit großer Freude konnte jetzt der Vorsitzende des SV Gehlenberg-Neuvrees, F rank Kleemann (Mitte) von der Spadaka-Stiftung eine Spende über 3000 Euro in Empfang nehmen. Vorstand Nikolaus Hüls und Kuratoriumsmitglied Maria Schrand überreichten den Scheck der von der Spar- und Darlehnskasse Friesoythe gegründeten Stiftung. Der Sportverein möchte den Betrag für die dringend notwendige Sanierung der sanitären Anlagen sowie für eine Erneuerung der Heizung und der Türen verwenden.

Auch aus dem Reinerlös des Gewinnsparens fördert die Spar- und Darlehnskasse regelmäßig Vereine oder Gruppen für deren soziales, gemeinnütziges und kulturelles Engagement. 2020 erhalten 51 Vereine aus dem gesamten Geschäftsgebiet insgesamt 54 000 Euro. BILD: Anni Knipper

Heimatverein erhält Zuschuss

Friesoythe Wenige Tage vor Weihnachten durfte die Spar- und Darlehenskasse Friesoythe wieder in die Rolle des Weihnachtsmanns schlüpfen und 54 000 Euro Gewinnspar-Reinerträge aus 2020 an 51 verschiedene Vereine und Einrichtungen im Geschäftsgebiet verteilen. „Gerade in Zeiten, in denen sich die öffentliche Hand immer mehr aus der Unterstützung der Vereine und sonstiger Einrichtungen zurückzieht, soll das Ehrenamt mit Zuwendungen gestärkt werden“, heißt es von der Spar- und Darlehenskasse. „Ohne das Ehrenamt wären wir um ein Vielfaches ärmer.“

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die übliche Feierstunde in diesem Jahr jedoch ausfallen. Daher wurden die symbolischen Schecks einzeln an die Vertreter der Vereine und Einrichtungen übergeben. Folgende Beträge wurden von der Spadaka Friesoythe an die VR-Gewinnsparlosinhaber ausgezahlt:

2000 Euro erhielten der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup, und der SV Viktoria Elisabethfehn. 1500 Euro bekamen der Förderverein des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe, der SV Mehrenkamp und der STV Barßel.

Über 1000 Euro konnten sich die Interessengemeinschaft „Spielplatz Inselviertel“, das Kolping Blasorchester, der SV Hansa Friesoythe, der Musikverein Neuscharrel, der Schützenverein Neuvrees, der Ortsjugendring Markhausen, die St. Johannes Schützenbruderschaft Markhausen, die Interessengemeinschaft „Richteweg Klöngemeinschaft“ und der Schützenverein Elisabethfehn freuen. Der Musikverein Markhausen erhielt mit 929 Euro ein bisschen weniger.

800 Euro gewannen zudem die DLRG-Ortsgruppe Friesoythe, der KC Ikenbrügge, der Förderverein Montessori Kinderhaus Friesoythe, der SV Thüle, der Förderverein Marienschule Friesoythe, das Zeltlager des SV Thüle, der Förderverein St. Johannes Baptist Kirche, die Spielplatzgemeinschaft Thüle, der Tennisclub Altenoythe, der RSC Thüle, der Musikverein Altenoythe, der Förderverein St. Monika Kindergarten Gehlenberg, der Katholische Kindergarten Hilkenbrook, der SV Altenoythe, der Heimatverein Hilkenbrook, der Förderverein Kindergarten Markhausen, die Villa Kunterbunt, die Schützengilde Barßel, der St. Marien Kindergarten, die Theatergruppe Kolpingfamilie Barßel, die Landjugend Harkebrügge und der Kindergarten Heilige Familie Barßel.

Der Förderverein Don Bosco Kindergarten erhielt zudem 750 Euro und der Förderverein der Grundschule Markhausen 650 Euro. Während der Jugendfußballverein Nordkreis 600 Euro einstrich, bekamen die Taekwon-Do-Abteilung der HSG Friesoythe, der Sportfischereiverein Hilkenbrook, der SV Marka Ellerbrook sowie die Bürgerstiftung Dorfgemeinschaft Harkebrügge 500 Euro. Zu guter Letzt konnten sich die katholische Kirchengemeinde Friesoythe noch über 400 Euro, die Freiwillige Feuerwehr Markhausen über 300 Euro und die Seniorengemeinschaft St. Vitus Altenoythe über 250 Euro freuen.

Mühle mit Weihnachtsbeleuchtung

Gehlenberger Mühle hell erleuchtet

Sobald es dunkel ist, bietet die Windmühle in Gehlenberg ein noch beeindruckenderes Bild als eh schon. Die Flügel sind jetzt in der Adventszeit nämlich mit rund 120 LED-Lichtern geschmückt, die morgens und abends die Erdholländermühle aus dem Jahr 1840 im Kulturzentrum auf dem Mühlenberg hell erleuchten lassen. BILD: Carsten Bickschlag

Online Umfrage Dorfregion Friesoythe Süd

Friesoythe In einer Online-Umfrage bittet die Dorfregion Friesoythe Süd Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsenen um ihre Meinung: Die Umfrage heißt „#sagsuns: Du für dein Dorf“. Die jüngeren Mitglieder der Dorfgemeinschaft sollen darin mitteilen, was ihnen an ihrer Heimat gut gefällt und wie die Dörfer zukunftsfähig bleiben können.

Die Ergebnisse sollen in der weiteren Planungsphase der Sozialen Dorfentwicklung berücksichtigt werden. Die Umfrage läuft bereits und ist bis Mittwoch, 11. November, freigeschaltet. Alle im Alter von zehn bis 24 Jahren, die in Gehlenberg, Neuvrees, Thüle oder Markhausen, Ellerbrock, Neumarkhausen und Augustendorf wohnen, können teilnehmen.

Thematisch dreht sich die Umfrage um das tägliche Leben der jungen Einwohnerinnen und Einwohner. Der Fokus liegt auf ihrem Lebensgefühl und ihrer Freizeitgestaltung in der ländlichen Dorfregion. Die Teilnehmer können Schulnoten für die Freizeitangebote vergehen und Themen nennen, die sie besonders beschäftigen. Außerdem werden sie gefragt, wo sie sich mit Freunden treffen, in welchen Vereinen/Gruppen sie aktiv sind und wie sie die Freizeiteinrichtungen überhaupt erreichen.

Das Engagement der jungen Dorfbewohner habe sie bereits erlebt, sagt Dr. Annette Wilbers-Noetzel vom Planungsbüro „pro-t-in“: „Wir freuen uns nun auf die speziellen Anregungen dieser Altersgruppe für den weiteren Dorfentwicklungsprozess.“

Die Beantwortung dauert nur wenige Minuten. Die Umfrage ist unter folgendem Link zu erreichen.

  www.umfrageonline.com/s/friesoythesued 

Heimatgeschichte Gehlenberg

Gehlenberg /Rastdorf In ihrem achten Heimatbuch unter dem Titel „Ein Gang über den Hümmling und mehr…“ beleuchtet die Autorin Thekla Brinker die Besonderheiten des Hümmlings und will ihre Leserinnen und Leser dabei erfreuen. Auch Gehlenberg ist ein Kapitel gewidmet.

Die Idee zu diesem Heimatbuch kam Brinker, als sie 2017 den riesigen Osterblumenteppich auf dem Dorfbrink in Wehm bei Werlte entdeckte. Das spornte sie an, in den anderen Hümmlinger Orten nach außergewöhnlichen Gebäuden oder Gärten zu suchen und diese zu beschreiben.

Als sie merkte, dass das gesetzte Ziel allein nicht zu bewältigen war, wandte sie sich an die Gemeinden, Kirchengemeinden und Heimatvereine. So wurden es am Ende rund 100 Personen, die ihr zur Seite standen. Besonders freut sich die Autorin darüber, alle Kirchen und Weihnachtskrippen vorstellen zu können. So hofft sie darauf, dass nicht zuletzt aus diesem Grund das Buch in der Vorweihnachtszeit einige Abnehmer findet.

Dank für Arbeit

Marc-André Burgdorf, Landrat des Landkreises Emsland, zollt der Autorin in seinem Grußwort im Buch Lob. Dort heißt es: „Das hier vorliegende Werk von Thekla Brinker zeigt: Mit einer guten Idee, einem breiten Netzwerk und vielen Hümmlinger Heimatfreunden kann Großes entstehen! Kurzum: Es handelt sich um eine verdienstvolle, unterhaltsame und am Ende auch überaus profunde Lektüre. Sie hat es verdient, im Regal einer jeden mit dem Hümmling verbundenen Familie ihren Ehrenplatz zu bekommen.“

In ihrem Geleitwort danken auch der Bürgermeister der Samtgemeinde Werlte, Ludger Kewe, und Rastdorfs Bürgermeister Hartmut Moorkamp der Autorin: „Es freut uns besonders, dass die Idee dazu in unserer Samtgemeinde entstanden ist, als Frau Brinker in Wehm von Rastdorf kommend den, wie sie es beschreibt, ,riesigen Osterblumenteppich unter dem Eichenbestand des Dorfbrinkes’ entdeckte und fotografierte. Rund drei Jahre später war ihr neuestes Werk dann vollbracht, und die Leser erkennen sofort, wie sehr die ehemalige Loruperin und jetzige Rastdorferin mit dem Hümmling verbunden ist und hier nicht nur eine Heimat besitzt.“  Das Buch umfasst 384 Seiten. Das Cover schmücken Ubben Kreuz in Börger und die Ohe im Grenzbereich Lorup/Esterwegen. Es ist im örtlichen Buchhandel unter der E-Mail-Adresse thekla.brinker@ewetel.net oder unter Telefon   0 59 56/12 71 erhältlich und kostet 20 Euro.

Masken für Feuerwehr

Friesoythe Auch sie mussten ihren Betrieb in der Corona-Krise komplett umstellen: die vier Freiwilligen Feuerwehren aus Friesoythe, Altenoythe, Gehlenberg und Markhausen. Damit auch in Zukunft der Ablauf in der Corona-Pandemie gesichert ist, erhielten die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Friesoythe jetzt rund 600 Mundschutzmasken, um eine Ausbreitung des Corona-Virus auch während eines Feuerwehreinsatzes zu verhindern.

Bürgermeister Stratmann überreichte die individuellen Masken mit Stadtwappen und Feuerwehrlogo an Stadtbrandmeister Andreas Witting – stellvertretend für alle vier Feuerwehren. „Für die Freiwilligen Feuerwehren ist die Corona-Lage zurzeit nicht einfach und birgt so manche zusätzliche Herausforderung“, erklärt Bürgermeister Stratmann: „So ist es zum Beispiel im Einsatz nicht immer möglich, den erforderlichen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Mund-Nasen-Bedeckung soll sowohl die Feuerwehrkameraden, als auch die Bürgerinnen und Bürger im Einsatz schützen.“

Die Feuerwehren der Stadt Friesoythe haben sich in den vergangenen Monaten mit der neuen Situation arrangiert. Während des Einsatzes stünden zum Beispiel an den Fahrzeugen Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel bereit.

Kreisumlagensenkung beantragt

Cloppenburg Mehrheitlich hat der Cloppenburger Kreistag am Dienstagabend auf Antrag der CDU eine Senkung der Kreisumlage von 36 auf 34 Punkte rückwirkend zum 1. Januar 2020 beschlossen. Mit der Kreisumlage, die die 13 Städte und Gemeinden bezahlen, finanziert sich der Landkreis im Wesentlichen. Durch die Senkung um zwei Punkte werden die Städte und Gemeinden um 4,2 Millionen Euro entlastet. CDU-Fraktionschef Hans Götting (Löningen) kündigte zudem an, dass die CDU-Fraktion für das Haushaltsjahr 2021 zusätzlich eine Senkung des Hebesatzes um einen Prozentpunkt beabsichtige, wenn es nicht zu „gravierenden Einbrüchen“ auf der Einnahmenseite komme.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Meyer (Gehlenberg) kritisierte die Senkung um zwei Punkte als „Almosen“. Seine Partei hatte eine Halbierung der Kreisumlage für das Jahr 2020 – letztlich vergeblich – beantragt. Dies hätte die Städte und Gemeinden um 37 Millionen Euro entlastet – eine Entlastung, die sich der Kreis locker hätte leisten können, so Meyer. Rücklagen, ein Schuldenstand von nur zehn Millionen Euro und ein positiver Nachtragshaushalt – der eine deutliche Verbesserung der finanziellen Situation gegenüber dem Jahresanfang darstelle – hätten dies möglich gemacht, meinte Meyer. Dazu komme, dass selbst wenn Cloppenburg, Friesoythe und Co. in diesem Jahr durch die verschiedenen Rettungsschirme von Bund und Land noch mit einem blauen Auge davonkämen, es 2021 ein böses Erwachen gebe. Nun sei es an der Zeit, dass der Kreis den Städten und Gemeinden etwas zurückgebe, nachdem diese in den vergangenen zehn Jahren dem Kreis rund 70 Millionen Euro zur Entschuldung zur Verfügung gestellt hätten.

Landrat Johann Wimberg (CDU) wies die Forderungen der SPD als völlig überzogen zurück. Bei einer Senkung von 18 Punkten müsse er sofort eine Haushaltssperre erlassen. Außerdem hätte unter anderem der niedrige Schuldenstand eine Senkung der Kreisumlage überhaupt erst möglich gemacht. Seit er 2014 ins Amt gekommen sei, so Wimberg weiter, habe es nur Senkungen des Hebesatzes gegeben, dieser bilde nun mit dem Ammerland und Vechta den niedrigsten in ganz Niedersachsen.

Kreistagsmitglied Yilmaz Multu (FDP) hatte zuvor eine Aussetzung der Kreisumlage für ein Jahr gefordert. Im Gegenzug müssten die Städte und Gemeinden nachweisen, dass sie das Geld für Zukunftsprojekte wie den Bau von Schulen oder die Digitalisierung ausgeben würden.