Kutsche und Motorrad als Leihgabe

Gehlenberg Zur Sammlung des Kulturzentrums Mühlenberg in Gehlenberg sind zwei Objekte hinzugekommen: Eine Kutsche von Johann und Margret Rolfes und ein Motorrad von Hans Janßen. Beide Spender sind aus Neuvrees und haben ihre „Schätze“ als Leihgabe der Dorfgemeinschaft Gehlenberg zur Verfügung gestellt.

Die Kutsche kam 1919 nach Neuvrees. Sie gehörte zur Aussteuer der Braut Helene Esters, die Johann Robbers heiratete, Johann Rolfes Großvater. Ganz neu war das Fahrzeug damals schon nicht mehr, es hatte 20 Jahre in Osnabrück als „Stadtwagen“ gedient. Hergestellt wurde das Modell „Landauer Steilwand“ von der Firma L. Brockmeyer in Osnabrück. Es ist in vielen alten Filmen wie in der „Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann zu sehen.

In Neuvrees wurde das Gefährt für sonntägliche Fahrten zur Pfarrkirche in Gehlenberg, für Krankentransporte und Verwandtenbesuche genutzt. Mit zunehmender Motorisierung wurde die Kutsche zum Ende des vergangenen Jahrhunderts dann bei Feiern und Festlichkeiten (Hochzeiten, Schützenfesten) eingesetzt und im Jahre 1988 noch einmal gründlich restauriert.

Das Motorrad ist ein Modell „Panther“, Baujahr 1937. Ausgestattet ist es mit einem Sachs-Motor mit 98 ccm Hubraum und einer Leistung von 2,25 PS, wie das Typenschild verrät. Älteren Mitbürgern sind Motorräder dieser Art noch aus der Vor- und Nachkriegszeit gut bekannt.

Für den Start diente eine Tretkurbel (wie bei einem normalen Fahrrad), mit der Schwung für die Zündung erreicht wurde.

Eine Zweigangschaltung war seitlich am Tank angebracht und für Richtungswechsel mussten Handzeichen gegeben werden.

Das Motorrad wurde von der Polizei genutzt. Doch weder Blaulicht noch Martinshorn machten auf das Polizeifahrzeug aufmerksam, eine lautstarke Hupe mit Handbedienung erfüllte diesen Zweck. Für rasante Fahrten und die Verfolgung von Straftätern war es kaum geeignet. Es war ein Schritt in etwas mehr Mobilität der Polizei.

Preise bei der Zuchtschau

Gehlenberg Nach zweijähriger Pause hat der Hundezuchtverein Kurzhaar-Voran Weser-Ems wieder eine Generalversammlung in Präsenz durchgeführt. In der großen Versammlungshalle in Gehlenberg konnten die 90 Teilnehmenden die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Sie erfuhren einiges über die Aktivitäten des Vereins und die zu erwartenden Änderungen der internationalen Prüfungen. Zuchtwartin Maria Lemmermöhle nannte in ihrem Überblick über das Zuchtgeschehen die steigende Zahl der Form-Bewertungen von Hunden aus dem eigenen Klub erfreulich.

In den Vorstand wurden gewählt: Willi-Werner Immken (1. Vorsitzender), Maike Schön (stellvertretende Vorsitzende), Maria Lemmermöhle (Zuchtwartin), Burkhard Schröder (Kassenwart) und Dr. Matthias Spark (Schriftführer). „Unser Ziel ist, den Klub Kurzhaar-Voran weiter zu stärken“, sagte der wiedergewählte Vorsitzende Immken. „Wir haben 2020/21 etwa 20 Übungstage, Seminare und Fortbildungen für Hund und Führer angeboten und über 800 Hunde geprüft. Unsere Zuchtschauen sind die am besten besuchten im Bundesgebiet – hier trifft sich die Kurzhaar-Familie. Das soll so bleiben.“

Für die Zuchtschau hatten die Verantwortlichen unterhalb der Mühle ein Areal abgesteckt, in dem die Vierbeiner in Gruppen oder allein mit ihrem Halter sich den kritischen Blicken der Richter präsentieren mussten. Diese Aufgabe wurde von der Spezialzuchtrichterin Dr. Andrea Melchheier, dem Formwertrichter Alfred Schramm sowie den beiden Formwertanwärterinnen Anja Baumann und Ilka Petersen übernommen, unterstützt von den Ringhelferinnen Maria Lemmermöhle, Elke Bruns, Maria Immken und Katja Rolfes.

Das Augenwerk der Wertungsrichter lag in erster Linie auf Körperform und Körperbau, aber auch der Kopf und die Kopfhaltung, der Gang im Schritt oder im Lauf. Eingeteilt waren die Tiere in Altersklassen (bis/ab 18 Monate). Die Siegerhunde (Plätze 1 bis 4): Jugendklasse Hündinnen: Greta vom Steirerengel, Fina Samuhazi Vadasz, Indra von der Spreeaue, Haja vom Jadebusen; Altersklasse Hündinnen: Abby aus der Eisenstadt, Zira vom Holtvogt, Animal von der Belmer Kroneneiche, Yule von Neuarenberg; Jugendklasse Rüden: Iwo vom Hinschen-Hof, Hero vom Jadebusen, Falco Samuhazi Vadasz, Friedl vom Steirerengel; Altersklasse Rüden: Carado Preußen Farben, Bruno vom Göttings-Hof, Bellini vom Hinschen-Hof, Yakari von Neuarenberg.

Gehlenberg siegt im Kreisentscheid

Gehlenberg Gehlenberg ist der Kreissieger beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Wie berichtet, wurde der Gewinnerort vor wenigen Tagen von der Bewertungskommission bekannt gegeben. Diese Nachricht verbreitete sich in Windeseile im Dorf und war mit großer Freude aufgenommen worden. Eine ganz neu gestaltete Stele ist das sichtbare Zeichen für diesen Erfolg. Auf dem Mühlenberg fand jetzt die Übergabe der Stele durch Landrat Johann Wimberg und die Kommissionsmitglieder Marlies Hukelmann (Vorsitzende), Andreas Wegmann (Organisator des Kreiswettbewerbs), Ansgar Meyer, Doris Wieghaus und Detlef Kolde statt.

Kein Zufall

„Der Sieg der Gehlenberger ist kein Zufall“, sagte der Landrat, „im Laufe der Jahre hat eine dynamische Entwicklung stattgefunden, die noch nicht abgeschlossen ist.“ Beeindruckt hätte das Leitbild „Gemeinsam sind wir stark“. Eine Besonderheit sei die hohe Identifikation der Einwohner mit dem Ort. „Mit viel Eigenleistung realisierte Projekte zeugen davon“, lobte Wimberg das große Engagement.

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Hans Meyer beleuchtete noch einmal die vielen Initiativen mit vielen Stunden Eigenleistung in den letzten 20 Jahren. Begonnen hatte das große Engagement mit der Dorferneuerung in den 1990er Jahren. Auf Initiative des örtlichen Handels- und Gewerbevereines konnte ein Nahversorger angesiedelt werden, der Kirchenvorstand realisierte das Seniorenzentrum, die Kindertagesstätte wurde erweitert und renoviert und Bauplätze erschlossen. Im Rahmen der Sozialen Dorfentwicklung wurden Bauerngarten, Schmiede, Dorf-App, Sommer-Biathlon-Anlage, Blühwiesen und Sitzgruppen verwirklicht. Der Umbau des ehemaligen Feuerwehrhauses durch die Jugendlichen und die Neugestaltung des Dorfparks und der Ortsmitte seien die zukünftigen geplanten Maßnahmen.

Schmiedekünstler Alfred Bullermann hatte die neue Stele, die von den Mitgliedern der Bewertungskommission feierlich enthüllt wurde, entworfen und angefertigt. Als Schmied aus Friesoythe freute er sich, dass die Stele zur Premiere im Friesoyther Stadtgebiet aufgestellt wird.

Außergewöhnlich

Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeister Sven Stratmann. Diese Auszeichnung sei für die gesamte Stadt Friesoythe ein Grund zur Freude. Er bedankte sich bei den Gehlenbergern für dieses außergewöhnliche Engagement.

Siegerstele übergeben

Dorfwettbewerb: Siegerstele steht jetzt drei Jahre in Gehlenberg

 

 
Landrat Johann Wimberg und Jury-Vorsitzende Marlies Hukelmann enthüllten die Siegerstele und gratulierten Gehlenbergs Ortsvorsteher Hans Meyer, ebenso die Kommissionsmitglieder Detlef Kolde, Doris Wieghaus und Ansgar Meyer (v.l.). Foto: privat
 

west Gehlenberg.

Das Kulturzentum am Mühlenberg gehörte zu den Vorzeigeprojekten der Dorfgemeinschaft und genau dort wurde nun auch die Kreissieger-Stele des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft” für die kommenden drei Jahre aufgestellt: Gehlenberg wurde von der Jury unter 32 teilnehmenden Orten zur Nummer eins gewählt und freute sich neben Kunstwerk und Urkunde auch über eine Prämie von 5000 Euro.

Neben Landrat Johann Wimberg, Bürgermeister Sven Stratmann und dem Künstler Alfred Bullermann begrüßte Ortsvorsteher Hans Meyer am Freitag auch Abordnungen der örtlichen Vereine und Gruppen sowie ehrenamtliche Helfer zu einem kleinen Grillfest zur Feier der Auszeichnung. Dafür ausschlaggebend waren viele engagierte Initiativen aus der Dorfgemeinschaft, erklärte Landrat Wimberg. Neben der Entwicklung des Kulturzentrums nannte er auch den Bau des Seniorenheimes, den Umbau der Schule sowie die Sanierungsarbeiten im Kindergarten und auch die Sitzgruppen und Blühwiesen im Ort als vorbildliche Beispiele. Außerdem punktete das Dorf mit seinem Bauerngarten und der Entwicklung einer Dorf-App. All das sei „nur durch die Bereitschaft vieler Mitbürger in zahllosen Stunden ehrenamtlicher Arbeit möglich” geworden, betonte Hans Meyer als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Auch der Bau von Sportanlage und Turnhalle wäre ohne erhebliche Eigenleistungen kaum realisierbar gewesen. Aber alle haben mit angepackt und es zusammen geschafft.

Die Dorferneuerung seit den 1990er Jahren habe viel bewegt und den Ort belebt. So entstanden auch neue Gewerbeflächen und Bauplätze, ein kleiner Supermarkt sichert die Nachversorgung und der Kindergarten wurde erweitert. Und die Gehlenberger schauen auch weiter nach vorn: Aus dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus soll ein Jugendheim werden, Park und Ortsmitte will man neu gestalten. „Die heutige Ehrung als Siegerdorf sehen wir als Anerkennung für die gesamte Dorfgemeinschaft”, dankte Meyer der Jury.

Als für alle sichtbare „Trophäe” wurde am Kulturzentrum die von Metall-Designer Alfred Bullermann neu geschaffene Wander-Stele aufgestellt und enthüllt. Das mehr als mannshohe Kunstwerk aus Edelstahl und Bronze stelle ein aufbrechendes Getreidekorn mit einem aufstrebenden Spross da, erklärte der Künstler: Symbol für die „innere Kraft, den Lebenswillen und die Entwicklung hin zu einer zukunftsträchtigen Perspektive”. Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann gratulierte den Gehlenbergern zu ihrem Erfolg, der auch Motivation für andere engagierte Orte sei. Im nächsten Jahr folgt nun der Landesentscheid des Dorfwettbewerbs und auch dafür rechnet sich Gehlenberg Chancen aus. Mit dabei sind dann auch die auf Kreisebene nächstplatzierten Orte Falkenberg, Lodbergen und Nikolausdorf sowie Auen-Holthaus als Gewinner der kleineren Bauerschaften bis 300 Einwohner.

Kindergartensanierung

Kita-Sanierung rechtzeitig abgeschlossen

ST. MONIKA – Seit 2018 immer neue Baustellen – Baukosten liegen bei 450.000 Euro

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Stellten den Anbau und die Sanierungsarbeiten vor (v.l.): Edith Hemmen-Glup, Marina Timmen, Heinrich Grote, Jutta Hoff und Sven Stratmann BILD: Carsten Bickschlag

GEHLENBERG. (BIC) Am kommenden Montag geht es in der Kindertagesstätte St. Monika wieder los. Die Sommerpause ist dann vorbei und die Kinder sorgen wieder für Leben in der Einrichtung.

Ein Kraftakt

Dabei gab es in den vergangenen Wochen auch so genug Trubel. Große Sanierungsarbeiten standen an und der letzte Handwerker verließ erst am Freitag die Kita. „Das war ein echter Kraftakt“, sagte Heinrich Grote. Der Vertreter der Kirchengemeinde stellte am Freitag gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Jutta Hoff, Architektin Edith Hemmen-Glup, Marina Timmen von der Stadt Friesoythe und Bürgermeister Sven Stratmann den vorläufigen Abschluss der gesamten Arbeiten vor. Und die hatten es in sich.

Angefangen hatte alles 2018 mit der Erlaubnis der Landesschulbehörde, den Personalraum der Kita in einen Gruppenraum umzuwandeln. Der Bedarf an Betreuungsplätzen war nämlich immens hoch. Kurzerhand wurde ein provisorischer Gruppenraum eingerichtet, der Abstellraum wurde zum Personalraum und das Archiv wanderte in einen angemieteten Container. Das war natürlich nur für die Zeit zulässig, bis ein neuer Anbau fertig war. Also wurde die Einrichtung baulich erweitert und die Empore zu einem Differenzierungsraum umgebaut. Kosten: rund 245 000 Euro. Damit aber nicht genug. Der Kita lagen so viele Anmeldungen vor, dass die sanitären Anlagen laut Auflagen nicht mehr ausreichten. Auch die Heizungsanlage war in einem schlechten Zustand. Gleichzeitig mussten auch die Fenster, Wände und Böden erneuert werden. 2020 wurde beschlossen, auch diese Arbeiten auszuführen. Die Kosten stiegen auf rund 380000 Euro. Architektin Hemmen-Glup und das Ingenieurbüro Vorpahl mussten in der Folge feststellen, dass nahezu alle Versorgungsleitungen marode waren. Also standen weitere Arbeiten an. Zwei Bauabschnitte wurden geplant: Sommer 2021, Sommer 2022. Gesamtkosten: rund 450 000 Euro.

2022 geht’s weiter

Der erste Bauabschnitt, der im Juni startete, konnte vor Betriebsbeginn abgeschlossen werden. „Vielen Dank an alle Mitarbeiter, die den Betrieb unter besonders schweren Verhältnissen aufrechterhalten haben“, sagte Grote.

Die Kindertagesstätte St. Monika Gehlenberg liegt in der Trägerschaft des Bistums Osnabrück. Die Einrichtung betreut in sechs Gruppen, darunter zwei Krippen, insgesamt 115 Kinder. 22 Mitarbeiter sind in der Kita beschäftigt.

Gehlenberg siegt im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Neue Wanderstele geht nach Gehlenberg

CLOPPENBURG. (kra) Unter Coronabedingungen ist der Kreisentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ durchgeführt worden, bedeutet: Bewerbungen mussten weitgehend schriftlich erfolgen. Mit ihrer Bewerbung überzeugt hat die Jury Gehlenberg: Einstimmig wurde das Dorf aus der Stadt Friesoythe zum Sieger erklärt. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen zwei Dörfer aus der Gemeinde Garrel mit Nikolausdorf und Falkenberg, Bei den kleinen Dörfern bis 300 Einwohner wurde Auen-Holthaus mit dem ersten Platz bedacht.

Die neue Wanderstele wird Landrat Johann Wimberg am Freitag in Gehlenberg übergeben.

Feuerwehr trifft sich

Gehlenberg In einem schwierigen Jahr habe man gut zusammengearbeitet, die Stimmung in der Truppe sei hervorragend, die Fahrzeuge und das Haus bestens aufgestellt und die Stadtverwaltung habe immer ein offenes Ohr für die Anliegen. Besser könnte die Bilanz von Stefan Bruns, Ortsbrandmeister in der Freiwilligen Feuerwehr Gehlenberg, in Zeiten einer Pandemie kaum ausfallen. Dabei hatten die Einschränkungen der vergangenen Monate die Arbeit der Blauröcke mächtig beeinflusst.

Umso zufriedener waren die Kameraden auf der lange aufgeschobenen und endlich durchgeführten Generalversammlung im Gerätehaus. Bürgermeister Sven Stratmann zeigte sich in seinem Grußwort erfreut darüber, dass nach langer Unterbrechung auch die Kameradschaftspflege wieder ihren verdienten Raum bekomme, und er dankte allen Aktiven, die durch Teilnahme an Lehrgängen, Fortbildung und bei Einsätzen trotz der Erschwernisse durch die notwendigen Hygienevorschriften und mit weniger praktischen Übungsmöglichkeiten ihre Aufgaben gemeistert hätten.

Lob für Jugendwehr

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Franz-Josef Nording lobte ausdrücklich die in Kürze vorgesehene Gründung einer Jugendfeuerwehr in Gehlenberg. Am kommenden Samstag sind alle Anwärter zunächst zu einem Schnuppertag eingeladen. Zum Auftakt werden 15 Mitglieder in die neue Gruppierung aufgenommen, später sollen es 20 werden. Am 25. September wird es dann richtig losgehen. Als Jugendfeuerwehrwart wurde Andreas Schniers von den Kameraden einstimmig gewählt, das Amt des Stellvertreters hat Dominik Wilken inne.

Ortsbrandmeister Stefan Bruns legte in seinem Jahresbericht die aktuellen Zahlen vor. Für die Feuerwehr standen 2020 insgesamt 23 Einsätze zu Buche (2019 waren es 32, 2018 sogar 46). Beim First Responder waren 41 Einsätze verzeichnet. Insgesamt kamen die Feuerwehrkameraden auf 2128 Dienststunden, beim First Responder auf 172 Dienststunden.

Beförderungen

Auf der Generalversammlung der Feuerwehr Gehlenberg wurden elf Kameraden befördert. Für Nicolas Kramer, Lukas Knelangen, Simon Olliges, Timo Janßen, Stefan Janßen, Rene Schniers und Anna-Lena Reiners bedeutete dies, dass sie zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau aufstiegen. Daniel Deyen und Stefan Schelte wurden zum Oberfeuerwehrmann, Stefan Untiedt zum Oberlöschmeister und Hinnerk Esters zum Hauptlöschmeister befördert.

Als besonderes Ereignis bezeichnete Stefan Bruns die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges Typ GW-L2, das über ein zusätzliches Gaswarngerät verfügt und mit einer Rundumbeleuchtung umgerüstet wurde. Die Anschaffung des neuen Löschfahrzeuges machte es erforderlich, einen zusätzlichen Gruppenführer zu wählen. Dieses Amt übernimmt Gerd Hömmken.

Lange Treue

Drei Ehrungen für 50-jährige Mitgliedschaft in der Gehlenberger Feuerwehr standen bereits im vergangenen Jahr an, konnten aber nicht vollzogen werden. Daher erhielten Hermann Steenken, Gerhard Steenken und Johann Rolfes nunmehr die entsprechenden Urkunden von Franz-Josef Nording.

Gehlenberg gewinnt Dorfwettbewerb

Gehlenberg gewinnt Dorfwettbewerb dank „Dynamik“

Die Friesoyther Ortschaft setzt sich gegen Nikolausdorf und Falkenberg durch. Aber auch das kleine Auen-Holthaus darf zum Landeswettbewerb fahren. Weitere 3 Dörfer bleiben im Rennen um den Titel.

Geben die Dorfsieger bekannt: (von links) Ansgar Meyer, Marlies Hukelmann, Johann Wimberg und Organisator Andreas Wegmann. Foto: Kreke

Geben die Dorfsieger bekannt: (von links) Ansgar Meyer, Marlies Hukelmann, Johann Wimberg und Organisator Andreas Wegmann. Foto: Kreke

Gehlenberg  ist Kreissieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Die Friesoyther Ortschaft habe in der Konkurrenz zu 30 teilnehmenden Dörfern vor allem mit ihrer „Dynamik“ gepunktet, erklärte die Jury-Vorsitzende Marlies Hukelmann aus Löningen am Mittwochabend nach der Entscheidung. Die Plätze 2 bis 5 belegen Nikolausdorf, Falkenberg, Altenoythe und Peheim.

In der Kategorie der Bauerschaften bis 300 Einwohner siegt Auen-Holthaus (Gemeinde Lindern) vor Lodbergen, Garen, Osterlindern und den punktgleichen Dorfgemeinschaften Marren und Überhäsiges Viertel. In den Landesentscheid im nächsten Jahr ziehen 5 Dörfer aus beiden Kategorien. Neben den beiden Siegern Gehlenberg und Auen-Holthaus schickt die Jury Falkenberg, Lodbergen und  Nikolausdorf ins Rennen.

Klein und groß dürfen gleichberechtigt antreten

Die Auswahl von 3 größeren und 2 kleineren Orten werde „einigen sicher sauer aufstoßen“, erwartet Hukelmann, aber: „So sind die Regeln.“ Denn unabhängig von ihrer Größe sollten die Dorfgemeinschaften motiviert werden, sich weiter zu entwickeln. „Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, betonte Hukelmann. Alle Entscheidungen der Jury seien einmütig gefallen. Auch in der Punktvergabe hätten die 4 Kreistagsabgeordneten und die 4 Experten in der Jury „eng beieinander gelegen“, betonte Ansgar Meyer, der zuständige Dezernent des Landkreises.

Erleichtert hat die Beurteilung, dass alle Jury-Mitglieder die Dörfer kennen, denn: Die sonst übliche Bereisung der Kommission fiel wegen der Kontaktbeschränkungen aus, die Vorbereitungstreffen in den Orten auch. Die Dorfgemeinschaften reichten stattdessen Fotos und Filme, Unterlagen und Beschreibungen ihrer Bemühungen und Projekte ein. „Das war eine Herausforderung“, bestätigte die Vorsitzende: „Da hat das Salz in der Suppe gefehlt. Wir hätten gern gesehen, wie die Leitbilder der Dörfer in der Praxis umgesetzt werden.“ Eine Absage hätte jedoch allen 31 Teilnehmern den Weg in den Landesentscheid 2021 und den Bundesentscheid 2023 versperrt.

Den Ausschlag für Gehlenberg gab laut Hukelmann die spürbare „Dynamik“ der Ortsgemeinschaft. Nach dem 3. Platz im letzten Kreiswettbewerb  2017 habe sich die Dorfgemeinschaft „nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht“, sondern begonnene Projekte mit Schwung weiter verfolgt und am Ende „überzeugend präsentiert“. „Für mich zählt auch dieser Prozesscharakter“, unterstrich die Vorsitzende.

„Wenn die Dörfer eine Zukunft haben, dann über die Vereine. Die sind das Bindeglied.“Marlies Hukelmann

Vor allem die größeren Dörfer würden von Schulen und Kitas profitieren, weil sich dort engagierte Eltern träfen. Aber auch Bauerschaften ohne solche Einrichtungen hätten „unheimliches Potenzial“, wie das Beispiel Auen-Holthaus zeige. „Die leben vom Zusammenhalten und Mitmachen“, sagte die Politikerin. Zudem spielen die Vereine für sie eine entscheidende Rolle. „Wenn die Dörfer eine Zukunft haben, dann über die Vereine“, meinte die Jury-Vortsitzende: „Die sind das Bindeglied.“

Ein Beleg: Beverbruch erhält für seine Gemeinschaftsinitiative zur Einrichtung eines Dorfladens den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis der Jury. Damit sei zugleich ein Ort der Begegnung erschaffen oder erhalten worden, unterstrich Landrat Johann Wimberg. Er sprach allen teilnehmenden Dörfern seinen Dank aus. Der Einsatz, die Dörfer lebendig zu halten und weiterzuentwickeln, sei „alle Anerkennung wert“.

Kunst für den Sieger: Die Stele von Schmied Alfred Bullermann ist im Original mannshoch. Am Freitag wird sie in Gehlenberg enthüllt. Foto: Kreke
Kunst für den Sieger: Die Stele von Schmied Alfred Bullermann ist im Original mannshoch. Am Freitag wird sie in Gehlenberg enthüllt. Foto: Kreke

Die 5 Erstplatzierten erhalten zudem Geldprämien von 5000, 3000, 2000 und 100 Euro. Die Sieger unter den kleineren Bauerschaften erhalten 1500 und 1000, ab dem 3. Platz je 700 Euro. Alle anderen Teilnehmer werden mit 500 Euro belohnt. Die sonst übliche große Siegerehrung für alle fällt diesmal wegen der Pandemie aus. In Gehlenberg soll am Freitag um 19 Uhr in einer coronakonformen Feier zumindest die neue Stele enthüllt werden, die der Schmied und Designer Alfred Bullermann aus Markhausen entworfen hat.

So beurteilt die Jury:

  • Struktur, Konzepte, Zusammenarbeit (maximal 30 Punkte): Dabei nimmt die Jury Stärken, Schwächen, Ziele und Ergebnisse der Dorfentwicklung unter die Lupe. Dazu gehören der Zusammenklang von Landwirtschaft, Handwerk und Wohnen, aber auch Nahversorgung, Digitalisierung, Arbeitsplätze sowie Kindergärten und Schulen.
  • Soziales und Kulturelles (Höchstpunktzahl 25): Bewertet werden das Vereinsleben, Kultur- und Freizeitangebot, Jugend- und Seniorenarbeit, Integration, Pflege von Dorftradition und Brauchtum.
  • Baugestaltung und -entwicklung (Höchstpunktzahl 20): Hier geht’s um die Gestaltung und Pflege öffentlicher Straßen und Plätze, ortsprägende Bauwerke und den Umgang mit historischen Häusern. Auch die Gestaltung privater Häuser und ihres Umfelds zählen.
  • Grüngestaltung und -entwicklung (Höchstpunktzahl 25): Öffentliche und private Grünanlagen und naturnahe Lebensräume für Flora und Fauna suchte die Jury. Das schließt den schonenden Umgang mit der Landschaft, mit Flüssen und geschützten Bäumen ein.

Altes Feuerwehrhaus für die Jugend

Feuerwehrgerätehaus wird Jugendtreff

DORFENTWICKLUNG – Nutzungsvereinbarung für Gehlenberg unterschrieben

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Nutzungsvereinbarung unterschrieben (von links): Klaus Sandmann, Hannes Kläne-Vahle, Sven Stratmann, Jan-Dirk Robbers und Lena Knipper BILD: Stadt Friesoythe

GEHLENBERG/FRIESOYTHE. (eb) Schon im Januar 2020 stellten Vertreter des Ortsjugendringes Gehlenberg-Neuvrees, der Katholischen Landjugend Ortsgruppe Gehlenberg-Neuvrees und der Jugendpflege in Gehlenberg einen Antrag an die Stadtverwaltung, dass diese vom geplanten Verkauf des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses an der Feuerwehrstraße absehen möge. Die Jugendlichen wollten das Gebäude gerne übernehmen, um dort einen Treffpunkt und Aktionsort für die Jugend aus Gehlenberg und Neuvrees zu schaffen.

Entstanden ist das Engagement der jungen Leute im Zuge der Mitwirkung bei der Sozialen Dorfentwicklung Friesoythe Süd. Die Vertreter konnten deutlich aufzeigen, dass das Engagement der Jugendgruppen nachhaltig ist und es sich nicht um eine kurzfristige Begeisterung handelt. Letztlich war es das gute Konzept der jungen Leute, das auch den Rat der Stadt Friesoythe überzeugte. Ein selbstverwalteter Treffpunkt für Jugendliche, an dem auch generationenübergreifende Angebote organisiert werden sollen, sei für die Verwaltung zweifellos ein richtiger Ansatz für nachhaltige Dorfentwicklung. Jan-Dirk Robbers von der Katholischen Landjugend und Lena Knipper vom Ortsjugendring konnten jetzt den Nutzungsvertrag mit der Stadt unterschreiben.

Für Bürgermeister Sven Stratmann ist dieses Projekt beispielgebend für andere Ortschaften. „Ich denke, dass das ehemalige Feuerwehrhaus in Gehlenberg Schule machen wird und auch in anderen Dörfern Jugendtreffs entstehen werden“, so der RathausChef. „Für Altenoythe liegt ja bereits ein Antrag vor, und auch in anderen Dörfern tut sich was.“

Begleitet wird das Projekt im Rathaus vom Fachbereich 3 Stadtentwicklung. Vor allem für Hannes Kläne-Vahle ist die Vertragsunterzeichnung ein kleiner „Meilenstein“. Kläne-Vahle ist seit einem halben Jahr für die sozialen Dorferneuerungen zuständig, und die Übergabe des Feuerwehrgerätehauses an die Jugendlichen ist das erste größere Projekt, das nun konkret wird.

Neue Jugendfeuerwehr

Gehlenberger wollen eigene Jugendfeuerwehr aufbauen

Auf einer Info-Veranstaltung haben die Organisatoren bereits Eltern und Jugendliche informiert. Am 25. September beginnen 13 Bewerber ihren Dienst.

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Bereit zum Einsatz: (von links) Jugendwart Andreas Schniers, Daniel Deyen, Nikolas Kramer, Corinna Bley, Bianca Tewes, Daniel Vahrmann, Rene Schniers, Dominik Denke, Tobias Bröker und Ortsbrandmeister Stefan Bruns.    Foto: Funke

Bereit zum Einsatz: (von links) Jugendwart Andreas Schniers, Daniel Deyen, Nikolas Kramer, Corinna Bley, Bianca Tewes, Daniel Vahrmann, Rene Schniers, Dominik Denke, Tobias Bröker und Ortsbrandmeister Stefan Bruns.    Foto: Funke

Bereits seit längerer Zeit haben sich die Verantwortlichen der Gehlenberger Feuerwehr mit dem Plan befasst, eine Jugendfeuerwehr aufzubauen. In Kürze sollen die Pläne nun umgesetzt werden. Vorab aber hatte man die Eltern der Kinder und Jugendlichen, die sich bereits für den Beitritt gemeldet hatten, zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um ihnen das Konzept vorzustellen.

Nach der Begrüßung durch den Ortsbrandmeister Stefan Bruns stellte der Jugendwart Andreas Schniers das Konzept vor. Jungen und Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren können sich um die Aufnahme bewerben und schließlich mit 18 Jahren in die aktive Wehr übernommen werden. Bei gewissen Aufgaben können auch schon 16-Jährige zur Mithilfe herangezogen werden. Am 25. September ist der Starttag für die derzeit 13 Bewerber.

Auf Schulungen wird Grundwissen für Feuerwehr erworben

Corinna Bley gab danach eine Übersicht über die ersten Schritte, die die Neulinge erwarten. So wird bei den Schulungen zunächst ein Grundwissen erworben, Lehrgänge sind ebenso eingeplant wie Übungs- und Dienstabende. Eine größere Gruppe der Feuerwehrkameraden begleitet und fördert die Jugendlichen während der Einstiegszeit und stellt mit Freizeitaktivitäten auch den Spaßfaktor mit an erster Stelle.

Auch an Wettkämpfen im Rahmen der Feuerwehrfeste sollen die Jugendlichen teilhaben. Eingeplant ist außerdem die Teilnahme am Pfingstzeltlager zusammen mit den Jugendlichen anderer Wehren. Jeweils nach 2 Wochen ist am Samstagnachmittag zwischen 16 und 18 Uhr ein Treffen vorgesehen. Für die Ausrüstung fallen ebenso keine Kosten für die Jugendlichen an wie auch für das Zeltlager. Jährlich soll zudem ein Elternabend stattfinden, bei dem sich alle austauschen können.