Geschichte

Die Gründung Gehlenbergs am Nordostrand des Hümmlings war eine Folge der im 18. Jh. vom Fürstbischof von Münster angeordneten Kolonisation der emsländischen Moore, die der Landesherr aus militärpolitischen Gründen (Grenzsicherung gegen die Niederlande) und sozialen Gründen (Gewinnung von Siedlungsplätzen) vornehmen ließ.
Die 1788 erfolgte Verlosung von 30 „Plaatzen am Gehlenberg“ kann als eigentliches Gründungsdatum der nach einer kleinen Anhöhe benannten neuen Kolonie gewertet werden, eine kontinuierliche Siedlungstätigkeit gab es wegen Marken-Grenzstreitigkeiten aber zunächst nicht.

Erst 1809 änderte sich dies, als unter dem neuen Landesherrn, dem Herzog von Arenberg, weitere 35 Plaatzen an Bauernsöhne aus den benachbarten Dörfern des Hümmlings vergeben wurden.
Die Kolonie erhielt nun den Namen „Neuarenberg“. Die schleppende Besiedlung hing auch mit den harten äußeren Bedingungen zusammen, unter denen die Neubauern dem Boden ihren Lebensunterhalt abzuringen hatten.

Dank Unterstützung des Herzogs von Arenberg wurde der Bau von Schule (1811) und der Kirche (1829/31 Saalkirche mit klassizistischem Säulenportal, erweitert 1931 um Rundbau) ermöglicht. Dies trug wesentlich zur Eigenständigkeit der jungen Kolonie bei, die seit 1831 (zusammen mit Neuvrees und Neulorup) eine selbstständige Pfarrei innerhalb des Bistums Osnabrück bildet.

Die politische Selbstständigkeit erlangte die Kolonie 1860 mit Bildung der Landgemeinde Neuarenberg, die 1939 mit Neulorup zur neuen Gemeinde Gehlenberg zusammengelegt wurde. Deren Ende kam 1974, als im Zuge der Gebietsreform Gehlenberg mit Neuvrees zur Stadt Friesoythe geschlagen und damit Teil des Landkreises Cloppenburg wurde.
Mit dieser Maßnahme wurde der Ort aus seiner angestammten historischen und politischen Verbindung mit dem Hümmling gelöst.