Unser Dorf hat Zukunft

Seit 1961 wird in fast allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland der Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ durchgeführt, der ab 2005 in den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ übergegangen ist. Ortschaften mit bis zu 3000 Einwohnern können sich dazu anmelden.
Alle drei Jahre führen die Landkreise im eigenen Zuständigkeitsbereich zunächst ihre Kreiswettbewerbe durch. Verschiedene Kommissionen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene nehmen die Bewertung vor. Daraus ergeben sich im Verlauf des Landeswettbewerbes die Kandidaten für den Landesentscheid und es werden die Dörfer ermittelt, die zum Bundeswettbewerb gemeldet werden.
Entscheidend für die Zukunft der Dörfer in den ländlichen Räumen ist die Erhaltung und Entwicklung der Lebensqualität für die Bewohner und die Nutzung der vorhandenen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Möglichkeiten. Neben der Bebauung und der Gestaltung öffentlicher und privater Flächen soll die nachhaltige Entwicklung gefördert werden. Zugleich geht es um den Erhalt von historischer Bausubstanz und der Kulturlandschaft. Sowohl die Belange von Natur und Umwelt als auch der demografische Wandel und der Klimaschutz sollen bei den Projekten berücksichtigt werden.
Mit seinem ganzheitlichen Ansatz will der Wettbewerb Bürgerinnen und Bürger motivieren, verstärkt eigenverantwortlich zur Erhaltung und Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse für sich und insbesondere für die nachfolgende Generation beizutragen.
Seit 1972 nimmt der Landkreis Cloppenburg an dem Wettbewerb teil. Gehlenberg hat sich von Beginn an daran beteiligt, bisher bereits 17 Mal. Drei Mal schaffte es der Ort bis zur regionalen Ebene. 2014 gab es einen Sonderpreis für die Gestaltung des Friedhofs an der Kirche. Der größte Erfolg war der Sprung in den Landesentscheid im Jahre 2018, der dazu führte, dass Gehlenberg vom Niedersächsischen Landwirtschaftministerium eingeladen wurde, sich 2020 auf der Grünen Woche in Berlin zu präsentieren. Einen Tag lang konnte die Dorfgemeinschaft Gehlenberg, gemeinsam mit dem Heimatverein Altenoythe und einer Gruppe aus Harkebrügge auf dem Stand des Landwirtschaftministeriums anhand von Videos und Bildern für sich Werbung machen. Es wurden Neujahrskuchen gebacken sowie Schwarzbrothäppchen mit Mettwurst verteilt. Einige Mitglieder der Laienspielschar „Planlos“ führten auf der Bühne plattdeutsche Dönkes auf.